Zukunft der medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung

Landrat Thomas Gemke erhofft sich eine konstruktive Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure innerhalb des Forums für gesundheitliche Versorgung im Märkischen Kreis, Foto: Ulla Erkens/ Märkischer Kreis.
Landrat Thomas Gemke erhofft sich eine konstruktive Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure innerhalb des Forums für gesundheitliche Versorgung im Märkischen Kreis, Foto: Ulla Erkens/ Märkischer Kreis.

Pressemeldung vom 11.06.2018
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„Nur gemeinsam können wir langfristig die gesundheitliche und pflegerische Versorgung im Märkischen Kreis sicherstellen und wirkungsvolle Lösungsstrategien entwickeln“ appellierte Landrat Thomas Gemke an die Vertreter der Städte und Gemeinden, der Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte so der Kassenärztlichen Vereinigung und weiterer Akteure der Gesundheitsversorgung. Bei der Auftaktveranstaltung in der Volkshochschule Iserlohn machte der Landrat deutlich, dass das  „Forum für gesundheitliche Versorgung im Märkischen Kreis“  dauerhaft als Unterarbeitsgruppe der Kommunalen Konferenz Gesundheit, Senioren und Pflege etabliert werden soll.


Gemeinsam mit der Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen und der Gesellschaft zur Wirtschats- und Strukturförderung  (GWS) hatte die Gesundheits- und Pflegeplanung des Märkischen Kreises zu diesem Forum eingeladen. Die Moderation der Veranstaltung, bestehend aus Impulsvorträgen, Diskussion und Arbeitsgruppen übernahm Dr. Vera Gerling von der Brancheninitiative Gesundheitswirtschaft Südwestfalen e.V.


Ein neues Gesundheitssystem forderte die Ärztin Prof. Dr. Stephanie Stock. Die Professorin ist kommissarische Leiterin des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie an der Uniklinik Köln. Angesichts der Überalterung der Gesellschaft und damit einher gehend der Zunahme chronischer Mehrfacherkrankungen, sei die einseitige Ausrichtung des Gesundheitssystems auf die Akutversorgung nicht mehr zeitgemäß. Gefragt sei auf lange Sicht ein Präventionssystem, dass vorbeugend und aufsuchend alle medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen fachübergreifend steuert. In diesem Zusammenhang wird eine der drei Arbeitsgruppen Wege zu einer abgestimmten Gesundheitsversorgung im Märkischen Kreis weiter diskutieren und Lösungsvorschläge erarbeiten.


Mit guten Beispielen unterschiedlicher Akteure zeigte Dr. Lisa Ulrich, stellvertretende Leiterin des Arbeitsbereichs Innovative Versorgungsformen und Gesundheitsforschung am Institut für Allgemeinmedizin Johann Wolfgang Goethe- Universität in Frankfurt, Strategien und Möglichkeiten zur (haus)ärztlichen Nachwuchsgewinnung auf. Entsprechend wird sich die zweite Arbeitsgruppe sowohl mit der Gewinnung von Nachwuchskräften in der (haus)ärztlichen Versorgung als auch in Pflegeberufen und therapeutischen Berufen auseinander setzen.


Die dritte Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Einsatz der Telemedizin in der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Eine Einführung in das Thema und einige Anwendungsbeispiele gaben Lisa Stellmacher und Rainer Beckers, Geschäftsführer des Zentrums für Telematik und Telemedizin GmbH. Anwendungen wie Televisite oder Telekonsile zur Befundbeurteilung stellen hierbei Chancen dar, aber auch die schnellere Bereitstellung von Gesundheitsdaten und eine verbesserte Abstimmung der Akteure untereinander sind möglich.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgruppen werden in den nächsten Schritten die Lösungsansätze vor dem Hintergrund der aktuellen gesetzlichen Möglichkeiten weiter konkretisieren und  für die Umsetzung weitere Akteure gewinnen.


 

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Vertreter der Städte und Gemeinden, der Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte, der Kassenärztlichen Vereinigung sowie weitere Akteure des Gesundheitswesens die Auftaktveranstaltung, Foto Ulla Erkens/Märkischer Kreis.
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten Vertreter der Städte und Gemeinden, der Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte, der Kassenärztlichen Vereinigung sowie weitere Akteure des Gesundheitswesens die Auftaktveranstaltung, Foto Ulla Erkens/Märkischer Kreis.
Zuletzt aktualisiert am: 11.06.2018