25,5 Millionen Euro für die Jugend

Mit 148 Gruppen in 54 Einrichtungen sieht sich der Kreis im Kita-Bereich gut aufgestellt. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis
Mit 148 Gruppen in 54 Einrichtungen sieht sich der Kreis im Kita-Bereich gut aufgestellt. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 24.11.2017
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Mit einem Zuschussbedarf in Höhe von 25,5 Millionen Euro kann der Bereich Jugend des Märkischen Kreises im kommenden Jahr rechnen. Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses beschlossen den Etat in ihrer jüngsten Sitzung. Unterstützung bekam ein Antrag der SPD-Kreistagsfraktion, die sich für einen Bandcontest für junge Leute stark macht, um so die Jugendkultur im Märkischen Kreis zu bereichern. Wie bereits der Kulturausschuss zuvor stimmten die Ausschussmitglieder dafür, 10.000 Euro in den Kreishaushalt einzustellen.


 Ausrichtung und Organisation im nächsten Jahr könne allerdings nicht mit eigenem Personal gestemmt werden, erklärte Iris Beckmann-Klatt, Fachbereichsleiterin Jugend und Bildung beim Kreis. Hier sei externe Unterstützung nötig. Sie schlug eine Abfrage in den Jugendzentren vor, um Klarheit über die von den Jugendlichen gewünschte Musikrichtung zu erhalten. Aus 20 bis 25 Bands, die sich bewerben, könnten von einer Jury fünf ausgewählt werden. Ziel müsse es sein, einen attraktiven Auftrittsort, vielleicht als Vorgruppe einer bekannten Band, zu finden.


 Gut aufgestellt sieht sich der Kreis bei den Kindertagesstätten in seinem Zuständigkeitsbereich Balve, Halver, Herscheid, Kierspe, Meinerzhagen, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade und Schalksmühle. Auch wenn in einigen Bereichen noch nachgesteuert werden müsse, die Kinderbetreuung nicht immer in der Wunsch-Kita oder auch über Tagesmütter erfolge, stelle der Kreis mit den jeweiligen Trägern in 54 Einrichtungen 148 Gruppen zur Verfügung. Zudem gebe es im laufenden Kindergartenjahr 525 für die U3-Betreuung. Das entspreche einer Versorgungsquote von 26,9 Prozent. Die erfreulicherweise wieder steigenden Geburtenzahlen werden zu einer Kostensteigerung im Kita-Bereich um rund drei Millionen auf gut 25 Millionen Euro führen.


 Mit gut 400 Fällen mehr rechnet der Kreis im nächsten Jahr nach der Gesetzesänderung beim Unterhaltsvorschuss. Der könne jetzt unter bestimmten Voraussetzungen bis einschließlich zum 17. Lebensjahr gezahlt werden. Die Ausgaben erhöhen sich deshalb im kommenden Jahr auf prognostizierte gut zwei Millionen Euro. Mit 34 Prozent erfreulich hoch ist die sogenannte Rückholquote beim Märkischen Kreis. Das ist der Wert, zu dem es dem Kreis gelingt, die Ausgaben bei den Unterhaltspflichtigen wieder einzutreiben. Die Quote im Land NRW liegt bei 19 Prozent. 66 unbegleitete junge Flüchtlinge werden aktuell vom Märkischen Kreis betreut. Das teilte der Fachdienstleiter Soziale Dienste, Meinolf Hammerschmidt, den Ausschussmitgliedern mit. Die Zahl stagniere zurzeit auf einem handelbaren Niveau.


 

Zuletzt aktualisiert am: 24.11.2017