Herbst ist die Zeit der Jagden

Rücksichtnahme in Wald und Flur

Dem Schwarzwild geht es im Herbst verstärkt an die Schwarte. Foto: TW/Märkischer Kreis
Dem Schwarzwild geht es im Herbst verstärkt an die Schwarte. Foto: TW/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 26.10.2017
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Herbst ist die Zeit für Treib- und Drückjagden in Feld und Wald. Die Untere Jagdbehörde beim Märkischen Kreis rät deshalb, die Wege nicht zu verlassen und falls nötig eine andere Route zu wählen, um nicht direkt in das jagdliche Geschehen zu geraten.


Während der sonnigen Herbsttage zieht es viele Spaziergänger und Sportler in die bunten Wälder. Das Betreten zum Zwecke der Erholung ist auf eigene Gefahr gestattet, doch sollten gerade im Herbst und Winter Vorkehrungen getroffen werden, um mögliche Gefahren zu verringern und eine harmonische Nutzung des Waldes für alle Interessensgruppen, wie Spaziergänger, Sportler, Hundehalter und Jäger sicherzustellen.


Während der Jagd werden Jagdhunde außerhalb der Wege nicht an der Leine geführt, sodass sich Begegnungen mit nicht-angeleinten Hunden ergeben können. Weil in der herbstlichen und winterlichen Jahreszeit die Sicht oft durch tiefstehende Sonne, Nebel oder früher einsetzende Dunkelheit beeinträchtigt ist, sollten einige Sicherheitsaspekte beachtet werden. Dunkle, einfarbige Kleidung eignet sich nicht, um sich im Wald vom Hintergrund abzuheben. Kleidung in kräftigen Farben ermöglicht anderen Menschen, Sie frühzeitig wahrzunehmen.


Es ist ratsam, Hunde, die im Einflussbereich ihres Hundehalters ohne Leine auf den Waldwegen geführt werden, beispielsweise durch farbliche oder leuchtende Halsbänder von der Umgebung optisch abzuheben. So haben andere Erholungssuchende die Möglichkeit, den Hund schneller wahrzunehmen und das Verhalten anzupassen.


Wie die Untere Jagdbehörde weiter mitteilt, muss im Wald stets mit Wild auf den Wegen gerechnet werden. Radfahrer sollten deshalb besonders aufmerksam sein und ihre Geschwindigkeit den Verhältnissen anpassen. Jäger sollten darauf achten, Beschilderungen, die auf eine Jagd hinweisen an Wegen sichtbar aufzustellen. Weil die Waldwege während der Jagden nicht grundsätzlich gesperrt sind, sollten Spaziergänger und Sportler unbedingt auf diese Hinweisschilder achten, sodass durch gegenseitige Rücksichtnahme niemand gefährdet wird.


Aufenthalte im Wald sollten so geplant werden, dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist, um sich nicht selbst zu gefährden. Ansitzjagden finden auch während der Nachtzeit statt.


Neben der Sturzgefahr, muss bedacht werden, dass in der Dunkelheit nicht mehr mit Erholungssuchenden im Wald gerechnet wird. Für den Straßenverkehr gilt in Waldgebieten gerade in der Dämmerung erhöhte Aufmerksamkeit. Neben Wildwechsel sollte auch bedacht werden, dass sich durch Laub und Feuchtigkeit auf der Straße auch der Bremsweg verlängert, sodass das Fahrverhalten angepasst werden sollte. Schilder, die auf eine Jagd hinweisen, sollten ernst genommen werden, indem die Fahrgeschwindigkeit reduziert wird.

Zuletzt aktualisiert am: 26.10.2017