Auf der Suche nach ‚Heimat‘

Luise Wolf (rechts) hier mit Amelie Werner bei der Preisübergabe für die Kategorie Herz, überzeugte auch in der Kategorie Tiefgang
Luise Wolf (rechts) hier mit Amelie Werner bei der Preisübergabe für die Kategorie Herz, überzeugte auch in der Kategorie Tiefgang

Pressemeldung vom 23.10.2017
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Voller Saal, super Stimmung und Texte, die berührten, zum Nachdenken anregten und/oder zum Schmunzeln. Für jeweils drei Kandidaten aus vier Schulen hieß es am Freitag, 20. Oktober, „Spot an“ im Kulturhaus Lüdenscheid. Mit eigenen Texten zum Thema „Heimat“ hatten sie beim Poetry Slam jeweils fünf Minuten Zeit ihr Publikum zu überzeugen, das in den Kategorien Herz, Humor und Tiefgang abstimmen durfte. Deutlich war zu spüren, wie sehr die Jugendlichen mit dem Begriff „Heimat“, rangen, ihn zu greifen zu suchten und dabei oft mehr Fragen als Antworten aufwarfen.


Ein guter Begriff, „an dem man sich reiben kann“, sagte Moderator Marian Heuser. Der Autor und Moderator hatte die Schülerinnen und Schüler in den Workshops gecoacht und sie fit für ihren Auftritt gemacht. „Als ich von der Idee des Heimatbunds Märkischer Kreis gehört habe, war ich sofort begeistert“, erzählt der 33-jährige Slam-Poet. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich das Burggymnasium in Altena, das Gymnasium an der Stenner in Iserlohn, das Evangelische Gymnasium in Meinerzhagen und das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Plettenberg, bereit erklärt mit zu machen.


Die Kandidaten machten die Entscheidung den Zuhörern nicht einfach. Wortreich, phantasie-voll, voll Witz und Charme und zuweilen auch poetisch waren die Texte. In der Kategorie Herz berührten die erst 14-jährige Amelie Werner vom Burggymnasium in Altena und Luise Wolf vom ASG Plettenberg die Mehrheit. Die Trophäen für die Kategorie Humor gingen an Leon Bromand aus Meinerzhagen und Maya Heidel aus Plettenberg. Tiefgang attestierte das Publikum den Texten von Erik Lellwitz aus Meinerzhagen und Luise Wolf, die damit gleich in zwei Kategorien als Siegerin hervorging.


Aber eigentlich waren alle Kandidaten, die es in den Poetry Slam geschafft hatten bereits Champions, weil sie den Mut hatten, vor Publikum ihr Inneres nach außen zu kehren und das auch alle ausnahmslos mit Bravour gemeistert haben. Dazu gehörten, Sarina Twarz aus Pletttenberg, Neele Kalthoff aus Meinerzhagen, sowie Vivien Schmiereck, Pauline Droste und Jakob Becker aus Iserlohn. Daher gingen auch sie nicht leer aus und erhielten Buchpräsente vom Heimatbund sowie Gutscheine für Fort Fun von der Südwestfalenagentur.


Landrat Thomas Gemke freute sich in seiner Funktion als Vorsitzender des Heimatbundes Märkischer Kreis, dass der Versuch „mal was Neues zu machen, um junge Leute anzusprechen“ offenbar gut angenommen wurde. Auch die Kreisheimatpfleger Martina Wittkopp-Beine und Rolf Klostermann waren von dem Erfolg der Veranstaltung begeistert. Eine filmische Dokumentation soll in nächster Zeit auf der HBMK-Hompage abrufbar sein.


 

Zuletzt aktualisiert am: 23.10.2017