Schneechaos und Stromausfall

90 üben im Krisenstab des Kreises

Die Übungsleitung stellte immer neue Aufgaben und Herausforderungen. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Die Übungsleitung stellte immer neue Aufgaben und Herausforderungen. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 30.09.2017
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Kräftige Schneefälle über viele Stunden, chaotische Straßenverhältnisse mit vielen Verkehrsunfällen, blockierte Straßen durch umgestürzte Bäume, Stromausfälle in weiten Teilen des Märkischen Kreises. Der Bahnverkehr wird eingestellt, zwischen Altena und Werdohl steckt ein Personenzug fest, 65 Reisende müssen evakuiert werden, der Busverkehr kommt völlig zum Erliegen. Das ist nur ein Teil des Szenarios, mit dem sich die Mitglieder des Krisenstabes des Märkischen Kreises bei ihrer jüngsten Übung im Katastrophenschutz- und Lagezentrum im Lüdenscheider Kreishaus beschäftigen mussten. Rund 90 Mitglieder von Hilfsorganisationen, Energieversorgungsunternehmen, Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Deutsche Bahn AG, MVG, Kreisverwaltung waren an der Übung beteiligt. Getestet wurde vor allem die Kommunikation aller Beteiligten untereinander, mit überregionalen Organisationen und Kommunen sowie die vorausschauende Handlungsweise und Abläufe im Krisenstab.


 Die Teilnehmer an der Krisenstabsübung bekamen von der Übungsleitung regelmäßig neue Aufgaben eingespielt. So musste beispielsweise die A45/Sauerlandlinie komplett gesperrt werden, alle Auffahrten waren aufgrund der Schneemassen unpassierbar. Die L 697 zwischen Neuenrade-Affeln und Plettenberg-Eiringhausen musste ebenfalls dicht gemacht werden. In den Schalksmühler Ortsteilen Hülscheid und Altenhülscheid fällt der Strom aus, ebenso in Plettenberg und Herscheid. Die Gerätehäuser der Feuerwehren sind besetzt und nehmen Notstromaggregate in Betrieb, damit Babynahrung erwärmt werden kann. Stromausfall auch in den Meinerzhagener Ortsteilen Valbert, Birkeshöh, Korbecke. In der Stadthalle sowie in der Valberter Ebbehalle werden sogenannte Wärmeinseln eingerichtet. Dort können sich die Bürger aufwärmen, sofern es dorthin durch die Schneemassen schaffen. Die Rufnummer der Kreisleitstelle bricht aufgrund der zahlreichen Notrufe fast zusammen – es muss ein Bürgertelefon eingerichtet werden. Insgesamt sind mehr als 350 Einsatzkräfte im Einsatz, knapp 1.200 halten sich in Reserve.


 Bis in den Nachmittag hinein stellen sich die knapp 90 Beteiligten der Krisenstabsübung den ihnen gestellten Herausforderungen. Im Lüdenscheider Kreishaus werden regelmäßig verschiedenste Szenarien geübt – darunter Massenunfälle, Großbrände, Säuchenlagen, Stromausfälle, Hochwasser, Pandemie sowie massive Wintereinbrüche.

Hochbetrieb auch bei den Führungskräften der Feuerwehr. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Hochbetrieb auch bei den Führungskräften der Feuerwehr. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Gesprächsbedarf auch bei der Bundeswehr. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Gesprächsbedarf auch bei der Bundeswehr. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Lagebesprechung im Krisenstab. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Lagebesprechung im Krisenstab. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 30.09.2017