Weg für REGIONALE 2025 freigemacht

Ausschuss stimmt für Struktur und Finanzierung

Die Busse der Märkischen Verkehrsgesellschaft sollen noch lange im Kreis fahren. Foto: MVG/Märkischer Kreis
Die Busse der Märkischen Verkehrsgesellschaft sollen noch lange im Kreis fahren. Foto: MVG/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 28.09.2017
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„Das wird schon eine hohe Latte, wenn wir Bildung und Stadtentwicklung digital denken wollen.“ Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur GmbH mit Sitz in Olpe, stimmte die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr bei deren jüngster Sitzung im Ständesaal des Kreishauses II in Altena auf den langen Weg zur REGIONALE 2025 ein. Der Zeitplan sei ambitioniert aber realistisch. Ab Herbst 2018 wird die Phase der Ideenfindung und –entwicklung offiziell eröffnet. Ab dann könne jedermann Projektideen einreichen, so Hubertus Winterberg.


 Aktuell werden die organisatorischen und strategischen Voraussetzungen geschaffen. Einstimmig machten dafür auch die Mitglieder des Ausschusses den Weg frei. Sie votierten für eine ergänzende Änderung des Gesellschaftervertrages und gaben „Grünes Licht“ für den Organisations- und Finanzierungsplan für die Südwestfalen Agentur GmbH. Die fünf südwestfälischen Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein, Hochsauerlandkreis, Kreis Soest und Märkischer Kreis unterstützen die Agentur bis zum Jahr 2026 jährlich mit  400.000 Euro.


Zudem setzt die Agentur das Regionalmarketing um. Dazu steuert der Verein „Wirtschaft für Südwestfalen e.V.“, dem mittlerweile mehr als 280 Mitgliedsunternehmen angehören, 450.000 Euro pro Jahr hinzu. Ab dem nächsten Jahr sogar 570.000 Euro. Bereits im kommenden Jahr soll die REGIONALE offiziell starten.


 Auf den aktuellen Stand bei der Breitbandversorgung und dem Ausbau des Glasfasernetzes im Märkischen Kreis brachte Stefan Glusa von der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen mbH die Ausschussmitglieder. Ende August hatte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart in Düsseldorf die Zuwendungsbescheide für den Breitbandausbau an die drei südwestfälischen Kreise Soest, Hochsauerlandkreis und den Märkischen Kreis übergeben.


Im Kreisgebiet sind 314 Ausbaugebiete mit etwas mehr als 44.000 zu versorgenden Haushalten definiert. Wie Stefan Glusa mitteilte, seien von den rund vier Milliarden Euro zur Verfügung gestellten Bundesmitteln zurzeit etwa nur zwei Prozent abgerufen. Der Breitbandausbau sei durch immer komplizierter werdende Vergabeverfahren zeitweise ins Stocken geraten. Bis alle Haushalte im Märkischen Kreis schnelle Internetverbindungen haben, können noch einige Jahre vergehen.


 Die Durchführung des Öffentlichen Personennahverkehrs auf dem Gebiet des Märkischen Kreises soll auch weiter in der Hand der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) bleiben. Deshalb stimmten alle Ausschussmitglieder für eine Direktvergabe von ÖPNV-Diensten an die MVG als interner Betreiber. Diese Entscheidung war nötig, weil die laufende Betrauung der am 31. Mai nächsten Jahres endet. Kreisauschuss (12. Oktober) und Kreistag (19. Oktober) müssen ebenfalls noch zustimmen.


 Abschließend beauftragten die Kreispolitiker die Verwaltung noch mit der Umsetzung der zwischen Kreis und MVG abgestimmten Liste von Maßnahmen aus dem Nahverkehrsplan. Dazu zählen beispielsweise die Anbindung der Wohn- und Gewerbestandorte im Umfeld des Sauerlandparks in Hemer, mehrere Maßnahmen im Hönnetal, eine Untersuchung zu Auswirkungen des neuen Fahrplanes der Hönnetalbahn. Außerdem soll eine Optimierung der Verknüpfung zwischen Neuenrade und Hagen geprüft werden sowie die Verlängerung der Linie ALF 96 zum Haus Nordhelle in Meinerzhagen-Valbert.


 

Zuletzt aktualisiert am: 28.09.2017