Grünes Licht für Haushalt des Regiebetriebs Gebäudemanagement und Kreisstraßen

Pläne für Kreisleitstelle auf Rosmart vorgestellt, Foto: Hendrik Klein / Märkischer Kreis
Pläne für Kreisleitstelle auf Rosmart vorgestellt, Foto: Hendrik Klein / Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 08.12.2016
| Für Investitionen wurden insgesamt 5.436.500 Euro bereitgestellt. Mit Sorge nahmen die Miitglieder des Bau- und Straßenausschusses den Investitionsstau bei der Instandhaltung der Kreisstraßen zur Kenntnis. Der Landesbetrieb Straßenbau Straßen.NRW kommt aufgrund der Autobahngroßprojekte insbesondere auf der A45 und akutem Personalbedarf derzeit nicht in vollem Umfang seinen Verpflichtungen gegenüber dem Märkischen Kreis nach. Bereits in 2016 wurde ein Großteil der geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen nicht realisiert. Die Mittel hat der Märkische Kreis jetzt auf das Haushaltsjahr 2017 übertragen. Für neue Maßnahmen wurde der Haushaltsansatz einmalig auf 900.000 Euro reduziert. Der Bau- und Straßenausschuss will Anfang des Jahres 2017 Ludger Siebert, Leiter der Regionalniederlassung Südwestfalen um Stellungnahme im Ausschuss bitten.

Eine erste Prioritätenliste der Verwaltung im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ mit einer Gesamtinvestitionssumme von 805.000 Euro befürworteten die Ausschussmitglieder. Zur Umsetzung des Förderprogramms soll eine zusätzliche bautechnische Fachkraft befristet eingestellt werden. Anfang des nächsten Jahres will der Regiebetrieb Gebäudemanagement weitere Projektvorschläge zur Beschlussfassung vorlegen, um die rund 2,2 Millionen Fördermittel des Landes in voller Höhe auszuschöpfen. Dabei sollen Maßnahmen zur Barrierefreiheit, IT-Unterstützung und zur Verbesserung der Lernsituation in Schulen in den Fokus rücken.

Bevor Kreisausschuss und Kreistag über eine mögliche Unterbringung der Kreisleitstelle im geplanten Neubau des Brand- und Rettungsdienstzentrums im Gewerbegebiet Altena-Rosmart entscheiden, stellte Markus Rahrbach vom Gebäudemanagement den Ausschussmitgliedern zwei mögliche Varianten vor. In beiden Fällen ist der Erwerb eines angrenzenden Grundstücks notwendig. Um sich mehr Optionen für die Zukunft offen zu halten und am Standort Rosmart neben dem Brand- und Rettungsdienstzentrums nicht nur die Kreisleitstelle sondern auch zusätzlich 18 Büroarbeitsplätze für die Verwaltung des Rettungsdienstes unterzubringen, bevorzugt die Verwaltung Variante 2. Aufgrund der besonderen (Sicherheits-)Anforderungen an die Aufbau und Ablauforganisation ist der zentrale Krankentransportwagen (KTW) -Standort als alleinstehender Bau mit eigener Zu- und Ausfahrt geplant. Dadurch wird ein Begegnungsverkehr zwischen Einsatzkräften und Besuchern des Bandschutz- und Rettungsdienstzentrums ausgeschlossen. Der Grunderwerb von ca. 6000 Quadratmeter für den KTW-Standort, sowie der zentrale KTW-Standort selbst, werden zu 100 Prozent refinanziert. Die Kosten für Variante 2 schätzt die Kreisverwaltung auf rund 9,2 Millionen Euro. Auf Nachfrage der Politik befürwortete auch Michael Kling, stellvertretender Kreisbrandmeister, die Pläne der Verwaltung. Er bedauerte zwar die zeitliche Verzögerung bis zur Fertigstellung des Brand- und Rettungsdienstzentrums, deutete die Zentralisierung aber gleichzeitig als „deutlich positives Signal über Kreisgrenzen hinweg“. Manfred Fischer, Leiter des Regiebetriebs Gebäudemanagement und Kreisstraßen, zeigte sich zuversichtlich, dass das Gesamtbauwerk bis Ende 2019 realisiert werden könne.

Zuletzt aktualisiert am: 08.12.2016