Jugendhilfeausschuss verabschiedet Konzept zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Pressemeldung vom 01.12.2016
| Viel Lob erntete das Team um Mathias Sauerland, Fachdienstleiter Jugendförderung und Kinderbetreuung, für die Erarbeitung des neuen Konzepts zur Offenen Kinder und Jugendarbeit aus der Politik aber auch von der Vertreterin des Elternbeirats. „Die zur Verfügung stehenden Gelder wurden gerecht und nachvollziehbar verteilt“, urteilte Sigrid Schmidt (SPD). Sie berichtete von der Diskussion im Unterausschuss Jugendhilfe. Mit Einarbeitung kleiner Änderungswünsche wurde das Konzept vom Jugendhilfeausschuss so verabschiedet und gilt für die nächsten fünf Jahre.
Um Qualitätsstandards zu sichern, legt das Konzept einen hohen Wert darauf, dass Fachkräfte in der Offenen Kinder und Jugendarbeit einen Bachelor Abschluss Soziale Arbeit oder einen vergleichbaren Hochschulabschluss vorweisen sollen. Der Antrag der Linken, auch Erzieher in diesem Bereich einzustellen, wenn sie sich verpflichten, den Bachelor Abschluss innerhalb von fünf nachzuweisen, wurde aus arbeitsrechtlichen Erwägungen und aus Gründen der Qualitätssicherung von den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses mehrheitlich abgelehnt. Mit den 36.000 Euro Fördergeld, die die Bundesinitiative Frühe Hilfen jährlich zur Verfügung stellt, soll auch nächstes Jahr wieder Netzwerke Frühe Hilfen im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes sowie vorwiegend die Arbeit von Hebammen und das Ehrenamt unterstützt werden.
Aus Gründen der Trägervielfalt entschied sich der Jugendhilfeausschuss mehrheitlich, die Trägerschaft der Kindertageseinrichtung in Halver Oberbrügge zum Kindergartenjahr 2018/19 dem Verein „Sentiris e.V.“ (Demenz-Kompetenz-Zentrum Waldfrieden) zu übertragen, wenn er als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt wird. Die Stadt Halver stellt für zwei Gruppen Räume in der Grundschule Oberbrügge zur Verfügung. Bisher ist das Demenz-Kompetenz-Zentrum Waldfrieden als Träger eines Altenheims und der Betreuung von Demenzkranken in Senioren WG’s in Halver bekannt. Mitbewerber war die DRK Kinderwelt, die bereits Träger einer Kindertageseinrichtung mit siebeneinhalb Gruppen in Halver ist.
Auf Anfrage der UWG ging Iris Beckmann-Klatt, Fachdienstleiterin Kindesunterhalt und wirtschaftliche Erziehungshilfe, kurz auf gesetzliche Änderungen beim Unterhaltsvorschussgesetz ein. Um Alleinerziehende zu entlasten, haben Bund und Länder sich im Oktober geeinigt, dass der Unterhaltsvorschuss ab 2017 bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt werden soll. Die bisherige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten wird aufgehoben. Über die Finanzierung wird mit den Ländern gesondert eine Einigung herbeigeführt. Kritisiert wird an dem Beschluss zum einen die Eile, die Regelung soll bereits ab 1. Januar in Kraft treten, und zum anderen die zusätzliche finanzielle Belastung der Kommunen. Iris Beckmann-Klatt rechnet im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes mit ca. 500 weiteren Anträgen und hat zwei zusätzliche Personalstellen beantragt.
Am Ende der Sitzung wurde Eckehard Beck, Fachbereichsleiter Jugend und Bildung, verabschiedet. Er geht zum Ende des Jahres in Ruhestand. Ausschussvorsitzender Stefan Herbel dankte ihm für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Zuletzt aktualisiert am: 01.12.2016