„Kierspe zeigt Schleife“ am Welt-AIDS-Tag

Pressemeldung vom 23.11.2016
Am 1. Dezember ist „Welt-Aids-Tag". Seit 1988 wird mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen weltweit auf Aids und HIV aufmerksam gemacht, Aufklärung betrieben und für mehr Solidarität mit HIV-positiven Menschen geworben. Auch der Märkische Kreis nimmt diesen Tag zum Anlass für spezielle Angebote. „Kierspe zeigt Schleife“ ist schon traditionell das Motto für Informationsveranstaltungen an der Gesamtschule in Kierspe. Rudolf Mann, Aids-Berater beim Kreis, ist in Kooperation mit der Schulsozialarbeit der Gesamtschule am 29. und 30. November sowie am 2. Dezember zu Gast und berichtet jeweils vormittags in einer Klasse.

Rudolf Mann: „Der Umgang mit HIV ist in Deutschland häufig von Unsicherheit und Angst geprägt. Die daraus resultierende Diskriminierung von Menschen mit HIV schadet den Betroffenen und hält Menschen vom HIV-Test ab.“ Information und Beratung bietet in Lüdenscheid die Aids-Beratung des Märkischen Kreises. Menschen mit HIV werden in Deutschland immer noch ausgegrenzt. Darauf weist die Aids-Beratung im Vorfeld des Welt-Aids-Tages hin. Rund einem Fünftel der Männer und Frauen mit HIV ist schon einmal eine medizinische Behandlung verweigert worden. Bei einem offenen Umgang mit der HIV-Infektion reagiert ein Viertel der Arbeitgeber diskriminierend. „Die Diskriminierung führt oft zu einem niedrigen Selbstwertgefühl, schlimmstenfalls zum Rückzug und zur Isolation. Das ist alles andere als gesundheitsfördernd", erläutert Rudolf Mann.
Die Ausgrenzung von Menschen mit HIV und der von HIV besonders betroffenen Gruppen hat noch eine weitere Folge: Menschen haben Angst einen HIV-Test zu machen. Rudolf Mann: „Sie fürchten die Folgen eines möglicherweise positiven Testergebnisses und warten lieber ab. Dabei wissen wir heute, dass eine frühzeitige HIV-Therapie einen wirklich großen gesundheitlichen Nutzen für die jeweilige Person hat."
Die AIDS- Beratung berät anonym und kostenlos zu allen Fragen rund um HIV. "Bei uns sind alle willkommen: Menschen, die darüber nachdenken, einen HIV-Test zu machen, Menschen mit HIV, die beispielsweise im Gesundheitswesen diskriminiert worden sind, aber genauso Arbeitgeber, die unsicher im Umgang mit HIV-positiven Menschen sind", ergänzt Rudolf Mann. Die AIDS- Beratung bietet einen kostenlosen und anonymen HIV-Antikörpertest unter der Telefonnummer 02351/966-6666 in Lüdenscheid und in Iserlohn an.

Zuletzt aktualisiert am: 23.11.2016