Radeln nach Zahlen: Zwei Täler Tour – Herscheid Plettenberg

Radeln nach Zahlen erleichtert die Orientierung, Foto Detlef Krüger/Märkischer Kreis
Radeln nach Zahlen erleichtert die Orientierung, Foto Detlef Krüger/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 11.07.2016
| Sie gehört zu den sieben ausgewählten Tourenvorschlägen des Märkischen Kreises nach dem neuen System "Radeln nach Zahlen" im Radnetz Sauerland und Siegerland-Wittgenstein. Dabei muss man nur den ausgeschilderten Zahlen folgen. Entlang der Ufer der Oestertal- und Versetalsperre führt die weitgehend abseits des großen Straßenverkehrs durch eine vielseitige Landschaft. Tagesausflügler können bequem mit der Bahn bis Plettenberg fahren und den Rundweg dort beginnen. Genauso gut kann aber auch von der Gemeinschaftshalle Herscheid starten. Genussradler haben am Freibad in Herscheid sogar die Möglichkeit, ein E-Bike für den 47 Kilometer weiten Weg auszuleihen (Tel.: 02357/2565). Dort befindet sich auch eine E-Bike-Station.

Für seine Lieblingsstrecke hat Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises, einige Tipps parat, verläuft die Tour doch fast an seiner Haustür vorbei. "Ein bisschen Bayern im Sauerland, nur ohne die ganz hohen Bergen", beschreibt er den ersten Streckenabschnitt (von Knotenpunkt 12 in Herscheid Richtung 43 Plettenberg) über das Dörfchen Elsen. Es geht vorwiegend bergab vorbei an grasenden Kühen auf saftigen Wiesen im schönen Elsetal. Nicht nur für Eisenbahnfans lohnt sich ein kleiner Stopp an der Sauerländer Kleinbahn in Hüinghausen. Die Märkische Museums-Eisenbahn erinnert an die verkehrsgeschichtliche Bedeutung der Schmalspurbahnen. Zu sehen sind originalgetreue Zügen auf der 1000 mm Spur zwischen Hüinghausen und Köbbinghausen. Aktuelle Infos zu den Fahrtagen der Museumseisenbahn gibt es unter http://www.sauerlaender-kleinbahn.de/.

Von der Industriegeschichte hin zu modernen Industrieanlagen führt die Tour ins Stadtgebiet von Plettenberg (43). Die Altstadt rund um die Christuskirche aus dem 13. Jahrhundert lädt zu einem kleinen Spaziergang und zahlreichen Einkehrmöglichkeiten ein. Ein 'Geheimtipp' soll das familiär geführte Café "Süßer Plettenberger" sein. Weiter geht es (Richtung 41) über Oesterau und Himmelmert Richtung Oestertalsperre. Mitten in dieser waldreichen Gegend ist sie seit über 100 Jahren ein beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet.

Ab jetzt (Richtung 14) verlangt die Strecke etwas Kondition beziehungsweise Motorunterstützung beim E-Bike, denn es geht ein Stück die Nordhelle hinauf. Dafür werden die Radler aber durch herrliche Ausblicke belohnt. Die Gipfelerstürmung des mit rund 663 Metern höchsten Bergs des Ebbegebirges sparen wir uns aber für ein anderes Mal auf und lassen die Abzweigung links liegen. In schneller Fahrt rollen die Räder zur Versetalsperre (17, 10). Sie zählt neben Bigge, Möhne und Sorpe zu den großen Stauseen im Sauerland und ist mit 170 Hektar Fläche und 32,2 Mio. Kubikmeter Stauinhalt die größte Talsperre im Märkischen Kreis. Hier heißt es entschleunigen und abseits des Autoverkehrs den Blick auf See und Wald genießen, denn Richtung Herscheid (11, 13, 12) führt die Route durch Wald und Wiesen und dem Örtchen Berghagen wieder bergauf. Ein reichhaltiges Angebot an Einkehrmöglichkeiten in Herscheid macht die Anstrengung aber wieder wett. Sehenswert ist auch das Wahrzeichen der Ebbegemeinde, der 300 Jahre alte Spieker.


Strecke: 47,2 km;
Dauer ca. 4:00 Std.;
Aufstieg 500 m;
Abstieg 500 m.

Wegbeschreibung: 12, 43, 41, 14, 17, 10, 11, 13, 12

Weitere Infos:
www.mk-tourismus.de
www.radeln-nach-zahlen

Oestertalsperre, Foto: Detlef Krüger/Märkischer Kreis
Oestertalsperre, Foto: Detlef Krüger/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 11.07.2016