„Freunde der Burg Altena“ laden ein zum Vortrag über die „Grüne Kohle“

Die Fuelbecke wurde 1896 in Betrieb genommen. Das Foto zeigt den Bau der Staumauer. Foto: Kreisarchiv Märkischer Kreis
Die Fuelbecke wurde 1896 in Betrieb genommen. Das Foto zeigt den Bau der Staumauer. Foto: Kreisarchiv Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 30.06.2016
„Die ‚Grüne Kohle‘ als Standortfaktor und ökonomisches Rückgrat des südwestfälischen Gewerbelebens (1800-2015)“ lautet ein Vortrag, zu dem die „Freunde der Burg Altena e.V.“ am Dienstag, 5. Juli, im Anschluss an ihre Mitgliederversammlung in den Festsaal der Burg Altena einladen. Der Beginn ist für 19:30 Uhr vorgesehen. Gäste sind herzlich willkommen.

Christian Zumbrägel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung der Bergischen Universität Wuppertal, spürt in seinem Vortrag der langen Tradition der wassergetriebenen Energienutzung nach, die der Gewerbestruktur im bergisch-märkischen Raum im Laufe der Jahrhunderte ein eigenes industrietopografisches Gepräge verlieh. Bis in die Gegenwart hat die Nutzung der Wasserkraft im „kollektiven Gedächtnis“ der Märker Spuren hinterlassen.

In der Wirtschafts- und Technikgeschichte des Industriezeitalters ist die „Schwarze Kohle“ als Energieträger allgegenwertig. Sie legte die Grundlage für die Erfolgsgeschichte des Ruhrgebiets und prägte den Charakter der westfälischen Industrieregion. Jenseits der Zechen gab es hingegen viel facettenreichere Formen der Energienutzung. Im Märkischen Sauerland und Bergischen Land nutzten kleine Drahtrollen, Schleifkotten und Hammerwerke über Jahrhunderte die „Grüne Kohle“, das heißt die hydraulische Antriebskraft der unzähligen Bäche und Flüsse. Auch die Talsperren dienten nicht allein dem Hochwasserschutz oder der Wasserversorgung im „dürstenden Kohlenpott“. In den 1920er Jahren lag der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung über fünf Prozent, heute beträgt er nur noch rund 1,4 Prozent. Weitere Informationen unter Telefon (02352) 966-7055 (Dr. Christiane Todrowski) sowie im Internet unter www.freunde-der-burg-altena.de.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2016