Zukunft des Müllheizkraftwerks im Kreisausschuss

Gutachter stellen ihre Ergebnisse vor

Die Zukunft des Müllheizkraftwerks in Iserlohn war Thema im Kreisausschuss. Foto: AMK/Märkischer Kreis
Die Zukunft des Müllheizkraftwerks in Iserlohn war Thema im Kreisausschuss. Foto: AMK/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 18.03.2016
| Was wird aus der Abfallentsorgungsgesellschaft Märkischer Kreis mbH und damit aus dem Müllheizkraftwerk in Iserlohn? Das war ein zentrales Thema in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Die Verträge mit den privaten Mitgesellschaftern, Entsorgung Dortmund (EDGG) und Lobbe, sind erstmals mit zweijähriger Frist zum 31. Dezember 2021 kündbar. Die Verpflichtung zur Lieferung von Strom und Fernwärme an die Stadtwerke Iserlohn besteht sogar noch zwei Jahr länger. Im Jahr 2003 waren die privaten Unternehmen mit einem Anteil von 49 Prozent eingestiegen.

Soll diese Zusammenarbeit fortgesetzt werden? Gibt es andere Handlungsoptionen? Der Kreistag hatte zur Beantwortung dieser Fragen die Gutachter-Firma PwC beauftragt. In der Sitzung des Kreisausschusses stellten deren Vertreter die Vor- und Nachteile der verschiedenen Handlungsoptionen vor und kamen zu dem Schluss, die Fortsetzung des bestehenden Entsorgungsvertrages wäre vorteilhaft. Alle Zielvorgaben des Kreises, die Entsorgungs- und Beschäftigungssicherung, die vertraglich verpflichtete Lieferung von Strom und Fernwärme sowie die Vermeidung von Risiken für den Kreishaushalt, würden erreicht.
Die Gutachter stellten auch fest, mit ihrer Verbrennungskapazität von bis zu 230.000 Tonnen pro Jahr sei das Müllheizkraftwerk „erheblich zu groß“ für den Märkischen Kreis. Es müsse also Müll für die freien Kapazitäten akquiriert werden. Deshalb gaben die Gutachter den Kreispolitikern die Empfehlung mit auf den Weg, von einem alleinigen Betrieb der Anlage abzusehen. Eine Auslastung der Anlage ohne Private sehen sie nicht. Mitte April wird das Gutachten in allen Kreistagsfraktionen noch einmal ausführlich vorgestellt.

Mit großer Mehrheit abgelehnt wurden die Anträge der Fraktion Die Linke zur Beitragserhebung für die Kindertagesstätten sowie offenen Ganztagsschulen. Im Kern waren die Linken für die Anhebung der Einkommensfreigrenze von 15.000 auf 25.000 Euro. Fraktionsvorsitzender Manuel Huff: „Wer maximal 1.250 Euro brutto monatlich verdient, kann nicht noch KiTa-Beiträge bezahlen. Wir sollten hier etwas für die Familien tun.“ Unterstützt wurde der Vorstoß lediglich von den Bündnis 90/Die Grünen und der UWG.

Einstimmig beschlossen wurde die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans für die Berufskollegs des Märkischen Kreises mit Bezug auf das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg.

Zuletzt aktualisiert am: 18.03.2016