Planungen des Brandschutz- und Rettungsdienstzentrums vorgestellt

Pressemeldung vom 17.03.2016
| Im Bauausschuss im Lüdenscheider Kreishaus stellte Nico Wagner vom beauftragten Planungsbüro Kplan den Vorentwurf vor. Die schlechte Nachricht vorweg: Das Gebäudeensemble wird voraussichtlich ca. 1,2 Millionen Euro teurer als vom Gutachter veranschlagt. Das Gutachten enthielt allerdings einige Unwägbarkeiten zu den Kosten für Herrichten, Erdarbeiten, Gründung und Erschließung, da es zu diesem Zeitpunkt noch keinen gewählten Standort gab. Das Gelände an der Rosmarter Allee stellt besondere Anforde-rungen an genau diese Leistungen. Um eine ausreichende Strom- und Wasserversorgung für die Brandschutzübungen zu gewährleisten, musste zusätzlich ein eigenes Trafogebäude und eine Regenrückhaltungsanlage geplant werden.

Der Entwurf sieht insgesamt drei getrennte, funktionale Baukörper vor. Über die zentrale Zufahrt ist die vorgelagerte Fahrzeughalle für die Krankentransportwagen direkt anfahrbar. In dem schlicht gehaltenen Gebäude sind über die Galerie das Lager und die Sozialräume der Wache des Rettungsdienstes zu erreichen. Das Seminargebäude der Feuerwehr beinhaltet neben Schulungsräumen, die durch mobile Trennwände flexibel nutzbar sind, auch einen Aufenthaltsraum mit Essensausgabe, eine Atemschutzübungsstrecke, einen Erste-Hilfe- Raum und einen Konditionsraum. Durch eine Brandschutzwand vom Schulungsgebäude getrennt liegt die Übungshalle plus Übungsturm. Für ausreichend Parkraum ist gesorgt. Durch das europaweite Vergabeverfahren wird es allerdings voraussichtlich noch bis Dezember 2018 dauern, bis das neue Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum bezogen werden kann.

Beim Thema "Ausbau der K11" verzichtete die Kreisverwaltung darauf, einzelne Einwendungen im Rahmen der öffentlichen Anhörung im Planfeststellungsverfahren zu kommentieren, wie es die FDP Fraktion beantragt hatte. Die Federführung im Planfeststellungsverfahren hat die Bezirksregierung Arnsberg. Aufgrund einer gemeinsamen Vereinbarung zwischen den Kommunen Hemer, Altena, Neuenrade und dem Märkischen Kreis aus dem Jahr 2004, soll die Straße ausgebaut und danach zu einer Kreisstraße aufgestuft werden.

Da der Bau- und Straßenausschuss nicht für die Einrichtung von Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen zuständig ist, wurde der Antrag der Fraktion der Grünen, in Iserlohn-Kesbern eine Blitzanlage einzurichten, zurückgenommen. Die Kreisverwaltung sagte aber zu, die Empfehlung des Rates der Stadt Iserlohn aufzugreifen und mit der Stadt Iserlohn Kontakt aufzunehmen.

Zuletzt aktualisiert am: 17.03.2016