Dechanten und Superintendenten treffen Landrat

Treffen der Superintendenten und Dechanten mit der Verwaltungsspitze des Märkischen Kreises, Foto Ulla Erkens/ Märkischer Kreis
Treffen der Superintendenten und Dechanten mit der Verwaltungsspitze des Märkischen Kreises, Foto Ulla Erkens/ Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 10.03.2016
| Landrat Thomas Gemke begrüßte Kreisdechant Jürgen Senkbeil vom kath. Kreisdekanat Märkisches Sauerland; Martina Espelöer, Superintendentin des ev. Kirchenkreises Iserlohn; Patrick Schnell vom kath. Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid und Klaus Majoress, Superintendent des ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg herzlich im Lüdenscheider Kreishaus. Als fachliche Berater nahmen Eckehard Beck, Fachbereichseiter Jugend und Bildung, Achim Schirmer, Fachdienstleiter Aufenthalt und Integration und Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenter MK, an dem Gespräch teil.

Im Mittelpunkt stand die aktuelle Flüchtlingssituation. Landrat Gemke betonte, dass es bisher im Wesentlichen um die Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge gegangen sei. Die eigentliche Aufgabe der Integration von Flüchtlingen mit Bleiberecht beginne erst jetzt. Gemke bedankte sich bei den Kirchen für die große Unterstützung durch die Flüchtlingshilfen der örtlichen Kirchengemeinden bei der Flüchtlingsbetreuung gerade in den letzten Monaten. Kirchenvertreter und Kreisverwaltung verabredeten eine engere Vernetzung und Abstimmung der Hilfsangebote für Flüchtlinge im Märkischen Kreis.

Zahlen zur aktuellen Flüchtlingssituation im Märkischen Kreis lieferte Achim Schirmer, Leiter des Fachdienstes Aufenthalt und Integration. Demnach haben die die Städte und Gemeinden bislang fast 7.000 Flüchtlinge aufgenommen. Zusätzlich befinden sich noch ca. 1000 Flüchtlin-ge in Notunterkünften und Zentralen Unterbringungseinrichtungen. Viele Flüchtlinge warten noch auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag durch das Bundesamt für Migration.

Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters, erläuterte die Arbeitsmarktsituation von Flüchtlingen. Aktuell sind ca. 700 Flüchtlinge beim Jobcenter als arbeitssuchend registriert, davon seien aktuell knapp 10 Prozent direkt in den Arbeitsmarkt vermittelbar. Die übrigen Flüchtlinge müssen durch Qualifizierungsmaßnahmen fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden. Wichtige Voraussetzung sei dabei vor allem die berufsbezogene Verbesserung von Deutschkenntnissen.

Ein besonderes Problem stellen auch die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge dar. Eckehard Beck, Leiter des Fachbereichs Jugend und Bildung der Kreisverwaltung, berichtete, dass im Märkischen Kreis bisher ca. 240 minderjährige Flüchtlinge aufgenommen worden seien, die von den Jugendämtern im Märkischen Kreis speziell zu betreuen seien.

Zuletzt aktualisiert am: 10.03.2016