671 arbeitsfähige Flüchtlinge

Bericht des Jobcenters im Gesundheits- und Sozialausschuss

671 arbeitsfähige Flüchtlinge sind beim Jobcenter gemeldet. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis
671 arbeitsfähige Flüchtlinge sind beim Jobcenter gemeldet. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 02.03.2016
| 671 arbeitsfähige Flüchtlinge sind aktuell in der Kartei des Jobcenters Märkischer Kreis. Vor gut fünf Monaten waren es nur 138 Personen. Diese Zahl nannte die Bereichsleiterin Markt und Integration beim Jobcenter MK, Renate Holke, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des Märkischen Kreises. 73,6 Prozent der Flüchtlinge seien Syrer. 125 von ihnen verfügten zwar über Deutschkenntnisse, „die reichen aber nicht für einen Beruf“, so Renate Holke. 43 Personen (6,5 Prozent) könnten in eine Ausbildung vermittelt werden.
Viele der arbeitsfähigen Flüchtlinge brächten eine Ausbildung oder berufliche Kenntnisse mit, die könnten sie allerdings nur selten mit Dokumenten belegen. Falls sie das könnten, stelle sich immer noch die Frage der Anerkennung der Berufsabschlüsse in Deutschland. Für dieses Jahr, so die Bereichsleiterin, rechnet das Jobcenter mit rund 2.000 erwerbsfähigen Flüchtlingen. Dies könne einen Anstieg bei den Bedarfsgemeinschaften um 1.470 bedeuten. „Allerdings gibt es bei dieser Prognose noch viele Unsicherheitsfaktoren“, erklärte Renate Holke im Ausschuss. Das Jobcenter habe in allen Dienststellen fachkundige und speziell geschulte Ansprechpartner für die Flüchtlinge. In Iserlohn und Lüdenscheid gebe es zudem sogenannte „Information Points“.
Um vier bis zehn Prozent sei der grundsicherungsrelevante Mietspiegel für den Märkischen Kreis im Zuge der Fortschreibung mit Wirkung zum 1. Januar angehoben worden. Das teilte der Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, Volker Schmidt, den Kreispolitikern mit. Die Erhöhung der angemessenen Werte für die Bruttokaltmiete im Kreisgebiet betrage zwischen 19,50 und 42,90 Euro je nach Wohnungsgröße und Wohnungsmarkttyp, so steht es in der Vorlage der Verwaltung. Je nach Wohnung beträgt der Quadratmeterpreis Nettokaltmiete zwischen 4,25 Euro und und 6,37 Euro. Im Januar wurden laut Verwaltung bei durchschnittlich 600 Neuanträgen insgesamt 25 Mietsenkungsverfahren unter Berücksichtigung der neuen Werte eingeleitet. Dies entspreched einem Anteil von vier Prozent aller Neuanträge.
Volker Schmidt kündigte den Gesundheits- und Sozialpolitikern an, dass es sich bei der aktuellen Fortschreibung um die erste und zugleich letzte handele. Schmidt: „In zwei Jahren gibt es ein neues Konzept.“ Er versicherte, es gebe zurzeit keinen Wohnungsmangel im Märkischen Kreis. „Und wenn es Probleme gibt, werden die tatsächlichen Kosten anerkannt.“

Zuletzt aktualisiert am: 02.03.2016