Bedenken zum Neubau Kreisstraße 11 n

Landschaftsbeirat sieht Maßnahme kritisch

Luftbild vom Einmündungsbereich K 11/K 32 auf Neuenrader Stadtgebiet. Foto: Geodatenportal Märkischer Kreis.
Luftbild vom Einmündungsbereich K 11/K 32 auf Neuenrader Stadtgebiet. Foto: Geodatenportal Märkischer Kreis.

Pressemeldung vom 26.02.2016
| Sechs Seiten füllen die Anregungen und Bedenken des Landschaftsbeirates des Märkischen Kreises zum geplanten Neubau der Kreisstraße 11 n zwischen Balve-Leveringhausen und Hemer-Ihmert. Das Planfeststellungsverfahren war Thema in der jüngsten Beiratssitzung. Eine Arbeitsgruppe hatte sich einige Tage zuvor mit Vertretern des Kreises sowie von Straßen NRW bei einem gemeinsamen Ortstermin den geplanten Verlauf der rund 2,8 Kilometer langen Strecke angesehen.

Auf 7,8 Millionen Euro schätzten die Vertreter von Straßen NRW im Landschaftsbeirat die Ausbaukosten. Die Fahrbahn soll auf 5,5 Meter verbreitert werden. Die Verkehrsbelastung könnte von zurzeit rund 1.500 Fahrzeuge pro Tag auf prognostizierte 3.150 nach dem Ausbau steigen. Die öffentliche Auslegung der Ausbaupläne läuft noch bis zum 10. März in den betroffenen Städten Altena, Balve, Hemer und Neuenrade.

Es sei ein „empfindlicher Raum“, gab der Vertreter von Straßen NRW im Landschaftsbeirat zu. Deshalb werde der Ausbau auch „so schonend und landschaftsverträglich wie eben möglich“ durchgeführt. Auf 16,4 Hektar Ausgleichs- und Kompensationsflächen schätzen die Straßenplaner die Begleitmaßnahmen. Allein mehr als zehn Hektar Waldkompensationsflächen sind am Kohlberg vorgesehen.

Der Ausbau der K 11 n ist bereits seit vielen Jahren ein Thema. Der Kreistag fasste schon im Juni 2008 den Planfeststellungsbeschluss. Eine Umweltverträglichkeitsstudie, ein landschaftspflegerischer Begleitplan, ein Boden- sowie ein Verkehrsgutachten liegen vor. Nach vorläufigen Schätzungen wird das Planfeststellungsverfahren voraussichtlich noch zwei Jahre fortgeführt werden müssen. Mit einem Baubeginn ist nach Einschätzung des Kreises nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen.

Keine Bedenken äußerten die Mitglieder des Landschaftsbeirates an der Errichtung einer Windenergieanlage an der Versetalsperre. Die hatte die Mark E beantragt. Zwischen Lüdenscheid-Spielwigge und der Versetalsperre soll eine Windkraftanlage mit einer Gesamthöhe von 199 Metern sowie einer Leistung von 2,4 Megawatt entstehen. Der Errichtungs-Antrag war bereits im vergangenen Jahr Thema im Landschaftsbeirat. Nachdem die Antragsunterlagen nachgebessert worden waren, hatten die Umweltpolitiker keine Bedenken.

Zuletzt aktualisiert am: 26.02.2016