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Chronik 1856 bis heute

1856-1907

Die Burg Altena wird dem Johanniterorden widerruflich zur unentgeltlichen Nutzung als Krankenhaus überlassen. Das Krankenhaus wird erst 1907, als der Wiederaufbau der Burg beginnt, von der Burg in ein neues Gebäude in der Stadt verlagert.   

1906
Der Altenaer Landrat Fritz Thomée beabsichtigt, die Burg Altena anlässlich des 300. Jubiläum der Zugehörigkeit der Grafschaft Mark zu Brandenburg-Preußen wieder aufbauen zu lassen. Er beauftragt den Aachener Architekturprofessor Georg Frenzen, Pläne zum Wiederaufbau der Burg Altena vorzulegen. Im Dezember 1906 legt Frenzen die Pläne vor.   

1907-1914
Nachdem der zu diesem Zweck gegründete Märkische Burgverein rund 600.000 Goldmark an Spenden für den Wiederaufbau gesammelt hat, wird 1907 mit der Baumaßnahme begonnen. Über die Art und Weise der Rekonstruktion gibt es eine hart geführte Debatte, in der sich Thomée und Frenzen gegen Architektur- und Kunsthistoriker durchsetzen, die u. a. von dem Hagener Fabrikanten und Mäzen Karl Ernst Osthaus angeführt werden. Die kritisierte historistische Überformung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Architektur ist 1914 bis auf den unteren Torbau und die Vorburg abgeschlossen.   

1914
In den Räumlichkeiten der Burg Altena wird von Richard Schirrmann und Wilhelm Münker die erste ständige Jugendherberge der Welt eingeweiht. Sie ist die Keimzelle der internationalen Jugendherbergsbewegung. Ihre Räumlichkeiten sind heute noch im Originalzustand als Museum Weltjugendherberge zugänglich. In der Vorburg existiert zudem immer noch eine vom DJH geführte Jugendherberge.   

1916
Die Verlagerung des bereits 1875 als ältestes regionalgeschichtliches Museum Westfalens gegründeten Süderländischen Museums auf die Burg Altena wird 1916 abgeschlossen. Die Burg wird nun auch in den zum Museum der Grafschaft Mark umgestalteten Teilen zur Besichtigung frei gegeben. Mit der bereits vorhandenen Jugendherberge und der Burggastronomie bilden die Museen einen Dreiklang, der immer noch aktuell ist. Dieses Umnutzungskonzept führt dazu, dass die Burg Altena zu einem der beliebtesten Ausflugsziele im Sauerland wird und diese Position bis heute behaupten konnte.   

Um 1930-1988
Die Museen auf der Burg Altena erleben eine Reihe von Hinzufügungen und Teilüberarbeitungen. In den 1930er-Jahren wird das Geologische Sauerlandmuseum integriert. Es folgt eine archäologische Sammlung. Ende der 1950er-Jahre werden die im Originalzustand erhaltenen Räumlichkeiten der ersten Jugendherberge der Welt zu Museumsräumen erklärt. 1960 wird das Deutsche Schmiedemuseum eingeweiht, das später in Märkisches Schmiedemuseum umbenannt wird. 1965 wird im Kommandantenhaus der Burg das Deutsche Drahtmuseum gegründet. 1984 eröffnet Bundespräsident Carstens das Deutsche Wandermuseum. 1988 wird ein Erzgebirgisches Heimatmuseum vertraglich vereinbart, das zunächst durch jährliche Sonderausstellungen an die Öffentlichkeit tritt.   

1994
Die Neugliederung der Museen beginnt mit dem Umzug des Deutschen Drahtmuseums in ein rund 300 m unterhalb der Burg gelegenes ehemaliges Schulgebäude. Der neue Standort verfügt über ausreichend viel Ausstellungsfläche, um das Thema Draht angemessen darzustellen. 1999 wird das Deutsche Drahtmuseum zu einem modernen Erlebnismuseum umgestaltet.   

2000
Nach halbjähriger Schließung eröffnen die Museen Burg Altena mit komplett neu konzipierten besucher- und erlebnisorientierten Dauerausstellungen. In das deutlich regionalgeschichtlicher ausgerichtete Museum der Grafschaft Mark werden auch die Bestände des Märkischen Schmiedemuseums, des geologischen Sauerlandmuseums und der archäologischen Abteilung zu einer spannenden Zeitreise durch die Geschichte des märkischen Sauerlandes zusammengefasst. Das Deutsche Wandermuseum und das Erzgebirgische Heimatmuseum existieren nicht mehr. Das Thema Wandern bleibt aber durch eine Aufwertung des Museums Weltjugendherberge wichtig. 

Zuletzt aktualisiert am: 20.09.2012