Vom Burgfräulein zum Punk – Frisuren im Wandel der Zeit. Die Sammlung Rofkar-Wende

Ausstellungsinszenierung Friseursalon Frisur der Kaiserin Elisabeth von Österreich, um 1865 Frisur der französischen Kaiserin Eugénie, um 1855

Es schützt uns, es schmückt uns: unser Haar. Die Sonderausstellung beleuchtete das menschliche Haar aus der Sicht der Geschichte der Haartrachten und des Friseurhandwerks. Sie gewährte auf eine besonders interessante Art Einblicke in diesen spannenden, weil jeden betreffenden Bereich der europäischen Kulturgeschichte. 40 nach historischen Vorbildern gestaltete Frisuren aus dem Zeitraum zwischen der Gotik und den 1980er-Jahren veranschaulichten die Haarmode einzelner ausgewählter Epochen. Schaufensterpuppen, gekleidet in nachgeschneiderter Gewandung der jeweiligen Zeit, präsentierten 21 der Beispiele. Die restlichen wurden von entsprechend frisierten Köpfen vorgeführt. Den Anfang machte die Hörnerhaube, am Ende stand die Punkfrisur. Sämtliche gezeigten Haartrachten entstammten den geübten und geschickten Händen der beiden Friseurinnen Karin Rofkar und Manuela Wende aus der Nähe von Hildesheim.
Zahlreiche historische Geräte und Werkzeuge, welche auf diverse Tätigkeitsfelder der Friseure verweisen, erzählten von der Vielseitigkeit des Handwerks. Einen lebendigen Einblick in die Arbeit erlaubte ein inszenierter Friseursalon von früher. Alle Exponate gehörten zu der Sammlung Rofkar-Wende. Die chronologisch aufgebaute Schau war auf die zwei Museen des Märkischen Kreises in Altena aufgeteilt: Sie begann im Museum der Grafschaft Mark auf der Burg Altena und endete im Deutschen Drahtmuseum.

Zur Ausstellung erschien ein Begleitbuch zum Preis von 8 €. Es ist in den Museen erhältlich.

Ausstellungszeitraum:

07.11.2010 - 08.05.2011
Zuletzt aktualisiert am: 02.02.2016