Rauch und Duft – Räuchermännchen aus der Sammlung Voswinkel

Knödelfrauen, um 1930 Türke, um 1860 Wurst-Max, um 1930

Die Vitrinen im Wechselausstellungsraum der Museen Burg Altena platzten geradezu aus den Nähten: 325 Räuchermännchen waren darin fast sechs Wochen lang untergebracht. Das Ehepaar Brigitte und Manfred Voswinkel aus Wuppertal hatten sie den Museen aus ihrer knapp 1000 Räuchermännchen zählenden Privatsammlung zur Verfügung gestellt. Das älteste ausgestellte Exemplar stammte aus der Zeit um 1860, das jüngste aus dem Jahr 1996. Präsentiert wurden neben aus Holz gedrechselten auch geschnitzte sowie aus Asthölzern zusammengesetzte Räucherfiguren. Als besonders beachtenswert fielen die Räuchermänner aus Teigmasse vom Ende des 19. Jahrhunderts auf. Veranschaulicht wurde auch die Typenvielfalt: Vertreter unzähliger Berufszweige und Nationalitäten, Feierabendfiguren, Gestalten aus Legenden, Sagen und Märchen sowie typisch weihnachtliche Räuchermänner, wie zum Beispiel der Nikolaus, waren zu bewundern.
Ein in die Ausstellung integrierter Videofilm über das Drechseln im Erzgebirge gab Einblick in die häufigste Herstellungsweise der rauchenden und duftenden Holzfiguren. Auch Kinder kamen nicht zu kurz; eine Spielecke mit echtem erzgebirgischen Holzspielzeug bot ihnen Gelegenheit zum Spielen. Und wer von den kleinen Besuchern ein Räuchermännchen aus dem Erzgebirge sein eigen nennen mochte, der konnte an einem Preisrätsel teilnehmen, bei welchem dem Gewinner nach Ablauf der Ausstellung genau dieser Preis überreicht wurde. Und wer sich noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken befand, für den hatte der Museumsshop neben dem herkömmlichen Sortiment eine Besonderheit parat: Erzgebirgische Räuchermännchen waren dort während der Ausstellungsdauer erhältlich.

Ausstellungszeitraum:

01.12.2000 - 07.01.2001
Zuletzt aktualisiert am: 30.07.2013