Loevestein – die andere Burg Altena

Auch die Niederländer haben eine Burg Altena. Der erhaltene Bau aus dem 14. Jahrhundert, die Burg Loevestein, liegt am Zusammenfluss von Maas und Waal im Land van Heusden en Altena südlich von Utrecht. Die Ausstellung behandelte deren Geschichte in einem kurzen Überblick mit der Fokussierung auf die wichtigsten Themen, unter anderem anhand von zwei Burgmodellen, archäologischen Funden aus der Burg, Landkarten, Briefen, Kupferstichen und Urkunden.
Loevestein hat als Schloss beziehungsweise Burg für die Niederlande eine ähnlich hohe nationale Bedeutung wie die Wartburg für Deutschland. In jedem niederländischen Schulbuch wird Loevestein erwähnt, insbesondere mit seinem berühmtesten Bewohner: Hugo de Groot, dessen lateinischer Name Hugo Grotius lautet. Als Gegner der Regierung in Den Haag wurde er zu einer lebenslanger Haft verurteilt und 1619 nach Loevestein gebracht. Die Burg diente damals als Gefängnis. Ganz spektakulär gelang Grotius in einer Bücherkiste die Flucht. Er entkam nach Paris, wo ihm Ludwig III. eine Pension bewilligte und wo er später Gesandter Schwedens war.
Die Ausstellung ist in niederländisch-deutscher Zusammenarbeit entstanden. Beteiligt waren von niederländischer Seite das Museum Burg Loevestein, Brakel, das Regional-Archiv Land van Heusden en Altena, Heusden, und die Stiftung Freunde der Burg Loevestein sowie von deutscher Seite die Museen Burg Altena, das Kreisarchiv des Märkischen Kreises, Altena, und der Verein Freunde der Burg Altena. Der Ursprung der Ausstellung liegt im Jahre 1990. Damals beschloss der Verein Freunde der Burg Altena die Herkunft des Namens Altena zu erforschen. Bei ihren Recherchen stießen sie auf die gleichnamige holländische Kommune.

Ausstellungszeitraum:

15.06. - 15.09.1996
Zuletzt aktualisiert am: 09.09.2013