Halali – Jagd im Märkischen Raum

Jagdtasche, 16. Jahrhundert Lüsterweibchen mit Achtender, um 1500 Rebhuhnjagd, Kupferstich, 1578

Die Jagd ist so alt wie die Menschheit. 500 Jahre ihrer Geschichte in der heimischen Region beleuchtete die Ausstellung anhand von weit über 100 Exponaten aus der frühen Neuzeit bis hin in die 1990er-Jahre. Der Anlass war der 50. Jahrestag der Wiedergründung der Märkischen Jagdkreisgruppe nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Objekte stammten aus den Museen Burg Altena, die über einen bedeutenden Fundus an historischen Jagdwaffen verfügen, sowie aus dem Besitz der Märkischen Jägerkreisgruppe und von Privatpersonen.
Der Reiz der Schau lag in der Gegenüberstellung der Jagd einst und der Jagd heute. So zeichnete die Ausstellung die geschichtliche Entwicklung vom Jagdmonopol des Adels zu einem bürgerlichen Recht nach. Dieses ist heutzutage zwar an Grund und Boden gebunden, kann aber von jedermann auch als Pächter ausgeübt werden, sofern er allerdings die schwierige Jägerprüfung besteht. Das Phänomen Jagd war in insgesamt 26 Bereiche gegliedert. Die historische Jagd war durch thematische Blöcke wie zum Beispiel Jagdarten, Jagd in Kunst und Kunstgewerbe, Jagdhornblasen, Jagdwaffen und -utensilien vertreten. Themenkomplexe wie beispielsweise Jagdrecht, Jägerausbildung, Jagd in der Heimatdichtung, Jägerlatein, Jagdhund, Fauna und Flora sowie Lebensraumhege im Märkischen Kreis präsentierten die moderne Jagd. Zahlreichen Stimmen der heimischen Vögel wie auch der Jagdhornmusik konnte im Ausstellungsraum gelauscht werden.

Ausstellungszeitraum:

06.09. - 14.12.1997
Zuletzt aktualisiert am: 09.09.2013