Bunt und zerbrechlich – Ostereier aus der Sammlung Schnorr

Deckfarbe, Kroatien, um 1980 Kratztechnik, Ulli Schnorr, um 1980 Wachsreserve, Ukraine, um 1980

Rechtzeitig zum Osterfest 2001 zeigten die Museen Burg Altena annähernd 400 verzierte Eier aus den vergangenen 60 Jahren: Das war schon eine ganze Menge, obwohl es sich um nur etwa ein Fünftel der großartigen Privatsammlung von Ulli Schnorr aus Lüdenscheid handelte. Die Leihgeberin sammelte nicht nur Ostereier, sondern schmückte Eier auch selbst.
Die Ausstellung präsentierte einzelne Verfahren, mit denen Eier kunstvoll dekoriert werden, und zahlreiche in diversen Techniken verzierte Eier. Zu bewundern waren zum Beispiel mit Tusche, Deck- und Aquarellfarben bemalte Stücke oder Ostereier mit Applikationen aus Stroh, Spitze, Borten, Samt, Scherenschnitten und getrockneten Pflanzen. Überraschende Ansichten boten Eier mit winzigen Spruchbändern im Inneren, gekratzte, geätzte Exemplare sowie Batik-Eier und solche mit Mustern aus aufgetragenem Wachs. Vorgestellt wurden Ostereier aus den bekannten Zentren der Ostereierherstellung. Die Besucher entdeckten regelrechte Kostbarkeiten aus der Lausitz, Hessen, Russland und der Ukraine sowie aus vielen weiteren osteuropäischen Ländern. Nicht nur Natureier, sondern auch Kunsteier aus unterschiedlichen Materialien, wie Stroh, Stein, Keramik, Glas, Lack und Emaille, waren zu sehen. Die Präsentation rundeten Eier aus außereuropäischen Kulturkreisen ab. Darunter befanden sich Exponate aus Mexiko sowie Persien, China und anderen asiatischen Ländern.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog zum Preis von 2,50 €. Er ist in den Museen erhältlich.

Ausstellungszeitraum:

06.04. - 27.05.2001
Zuletzt aktualisiert am: 02.02.2016