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Fifty-Fifty Umweltprojekt

Die 50:50 AG ist eine Arbeitsgemeinschaft, die interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich den Themenfeldern des Ressourcen- und Umweltschutzes auf vielfältiger Weise zu nähern und diese unter alltags- sowie berufsrelevanten Aspekten zu erkunden.

Neben den herkömmlichen Bemühungen in Sachen Umweltschutz ist es das Anliegen dieser Gruppe, nicht nur ökologische und ökonomische Überlegungen anzustellen, sondern vielmehr auch, sich ganzheitlich ressourcenschonend und nachhaltig zu verhalten. Dies öffnet neben Überlegungen zu einer ökonomischen und ökologischen Erziehung eine Perspektive auf die Bereiche Gesundheit und Ernährung und ergänzt das curriculare Profil der Schule um diesen wertvollen Aspekt.

Neben konkreten Maßnahmen zur Energieeinsparung an den beiden Schulstandorten, die sich beispielsweise in regulierbaren Heizungsventilen oder auch durch die Installation von Solaranlagen zur Stromgewinnung zeigen, erkunden die Mitglieder dieser AG verschiedenste Orte der Energiegewinnung und der heimischen Lebensmittelproduktion. So sind in der Vergangenheit Exkursionen zu einer Biogasanlage sowie zum Kernkraftwerk in Lingen, dessen Betreiber die RWE-POWER ist, erfolgt. Ebenso wurden neben Exkursionen in heimische Ökosysteme eine Exkursion in den Braunkohleabbau Garzweiler und der Besuch wohnortnaher Bio-Betriebe durchgeführt. Zudem werden regelmäßig in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, die sich nicht nur auf Landes-, sondern auch auf Bundesebene verorten lassen, Workshops und Ortsbegehungen an den Schulstandorten angeboten.

Durch das Bestehen dieser AG an beiden Schulstandorten sowie den gemeinsam durchgeführten Exkursionen, Ortsterminen und Treffen findet eine stärkende Vernetzung der Standorte statt, die das Gemeinschaftsgefühl und die Verbundenheit der Schülerinnen und Schüler sowie die Identifikation mit der Schule fördert und belebt. Zudem bietet diese AG den beteiligten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, insbesondere auch den Schulalltag und das Lernen und Leben am GBBK mitzugestalten und der Schule eine persönliche Handschrift zu verleihen. Der Name dieser AG lässt sich aus Vereinbarungen mit dem Märkischen Kreis ableiten, der 50% der eingesparten Energiekosten an die Schule zurückerstattet und der AG somit die nötigen Mittel zu einer weiteren nachhaltigen Arbeit an dieser Schule ermöglicht. Nicht zuletzt hat die Arbeit dieser Umweltgruppe der Schule das Prädikat und Gütesiegel als Umweltschule beschert.

Das regelmäßige Engagement der Schülerinnen und Schüler wird mit einem entsprechenden Zeugnis über Kompetenzen als RessourcenschützerIn zertifiziert. Ein solches Zertifikat kann durch das gegenwärtige öffentliche Interesse an dieser Thematik ein Vorteil auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sein.

Hier berichten wir auch laufend von unseren Aktionen:

Aktionen aus dem aktuellen Schuljahr

Hier finden Sie die Berichte über die Aktionen des aktuellen Schuljahres. Ältere Berichte finden Sie weiter unten. Viel Spaß beim Lesen!

Preisverleihung an Denise Heuser

Preisverleihung an Denise Heuser (3.v.links)

Die Beratungsstelle Lüdenscheid der Verbraucherzentrale NRW arbeitet schon seit einigen Jahren eng mit der 50:50-Gruppe des GBBK (Umwelt-AG) zusammen und führt z.B. Workshops zu den Themen Energie und Ressourcenschutz oder Lebensmittelverschwendung mit Schülerinnen und Schülern durch.

Ende November des vergangenen Jahres gab es eine besondere Aktion zur Woche der Abfallvermeidung (16.-22.11.15):

Um auf das Problem des enorm hohen Müllaufkommens durch das Wegwerfen von Coffee-to-go-Bechern aufmerksam zu machen, veranstaltete die Verbraucherzentrale (Herr Lücker und Frau Link von der Beratungsstelle Lüdenscheid) mit den Schülerinnen und Schülern in der Pausenhalle ein Quiz zu diesem Thema. Zu gewinnen gab es Coffee-to-go-Mehrweg-Becher.

Das Interesse der Schüler/innen war groß, an der Aktion teilzunehmen und solch einen Becher zu gewinnen. Im Vorfeld der Aktion hatte die 50:50-Gruppe bei den umliegenden Bäckereien nachgefragt, ob diese solche Mehrweg-Becher akzeptieren würden, was von den Bäckereien bejaht wurde. Das heißt: Kommt ein Schüler mit solch einem (sauberen!) Mehrweg-Becher ins Geschäft, kann er sich hierein seinen Kaffee füllen lassen - ganz ohne Entstehung von Müll!

Denn: So beliebt der schnelle Kaffee für unterwegs auch ist, so fatal sind auch die Folgen für die Umwelt: 320.000 Kaffeebecher landen nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bundesweit jede Stunde im Müll. Hochgerechnet auf Deutschland macht das 6,4 Milliarden Coffee-to-go-Becher samt Plastikdeckel, die pro Jahr im Abfall landen.

Neben dem Quiz wurden die Schüler/innen auch eingeladen, einen solchen Mehrweg-Becher kreativ zu gestalten. Die Prämierung erfolgte am 05.02.16. Für ihren Entwurf erhielt Denise Heuser aus Altena einen Gutschein vom Geschäft Kaffeekultur in Lüdenscheid. Es gratulierten Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke, Lehrerin Kirsten Wessels, Horst Peter Hohage vom Fachdienst Umweltschutz und Planung beim Märkischen Kreis sowie Viola Link und Michael Lücker von der VZ-Beratungsstelle Lüdenscheid.

Exkursion zum Wasserwerk Treckinghausen

Am 10.06.2015 haben 17 Schülerinnen und Schüler der 50:50 AG beider Standorte das Wasserwerk Treckinghausen der Stadtwerke Lüdenscheid besichtigt.

Zu Beginn gab es eine theoretische Einführung durch den Wassermeister, Herrn Hedderich, welcher sich eine Führung durch die Filter- und Aufbereitungsanlagen anschloss.

Die Versetalsperre ist mit 33 Mio. Liter Normalstauziel die größte Trinkwassertalsperre NRWs. Das Wasserwerk Treckinghausen macht das Wasser dieser Talsperre zu qualitativ hochwertigem Wasser, das nahezu im gesamten südlichen Märkischen Kreis aus der Leitung kommt. Dies sind rund 10 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr. So viel sei nach Auskunft des Wassermeisters Hedderich auch nötig, denn jeder Bürger verbrauche im Durchschnitt 124 Liter Trinkwasser am Tag.

Für Trinkwasser gelten hohe Anforderungen: Es muss frei von Geruchs- und Geschmacksstoffen sein und es müssen eine Vielzahl von Grenzwerten für natürliche oder chemische Stoffe eingehalten werden. Geschieht dies nicht, so wird die Reinheit des Trinkwassers beeinträchtigt, davon konnten die Schülerinnen und Schüler der AG sich vor Ort überzeugen.

Dabei erfolgt die Aufbereitung des Talsperrenwassers zu Trinkwasser in mehreren Stufen.

- In einem ersten Schritt werden Trübstoffe wie Algen oder Bakterien herausgefiltert.

- Im zweiten Schritt - nach Entsäuerung des Wassers - werden Eisen und Mangan entfernt.

Nach der gesetzlichen Desinfektion wird das fertige Trinkwasser in Hochbehälter gepumpt und von dort wird es jederzeit und mit ausreichend Druck über Rohrleitungen in die Haushalte geliefert. Im Durchschnitt 20.000 Kubikmeter reinstes Trinkwasser täglich.

50:50 auf dem Weg

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01.10.2015: Exkursion der Umweltgruppe zum Naturlehrpfad an der Burg Altena

Bei herrlichem Herbstwetter trafen sich einige Schüler der 50:50 Gruppe mit Herrn Tichi an der Burg Altena, um dort von Herrn Tacke, Förster a.D., in Empfang genommen zu werden.

Der Waldlehrpfad wurde im letzten Jahr in Anbindung an die älteste Jugendherberge Deutschlands angelegt. In einem rund 2 ½ stündigen Fussmarsch erläuterte Herr Tacke anhand der zahlreichen Infotafeln die heimische Flora und Fauna.

Als besonders interessant erwies sich die Untersuchung von Pilzen anhand der Hinweistafeln.

Nicht fehlen durfte ein Abstecher in den geologischen Aufbau unseres heimischen Mittelgebirges anhand von Gesteinsproben.

Abseits des Weges erläuterte Herr Tacke anhand der Baumfrüchte (z. B. Eicheln) und Blätter die Unterschiede von heimischen Laub- und Nadelhölzern mit eingeführten Sorten, z. B. aus Kanada und den USA, sowie deren Vor- und Nachteile. Erstaunt nahmen die Schüler zur Kenntnis, dass auch das braune Eichhörnchen ein amerikanischer Immigrant ist, während das rote Eichhörnchen aus unseren Wäldern stammt. Und „grün“ sind die beiden Arten sich wohl nicht!

„ Grün“ war dafür das Klassenzimmer am Wegesrand, gefertigt aus Zweigen und Blättern und Holzstämmen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Ausstellung von präparierten heimischen Waldtieren, (Unfallopfer, bzw. geschenkte Präparate von einer Schule, die diese nicht mehr benötigten), wie z.B. Eulen, Fuchs, Reh, Marder, Eichhörnchen, Wildschwein.

Am Ende waren sich die teilnehmenden Schüler einig, dass diese Exkursion als eine Bereicherung insbesondere für die Ausbildung in den erziehungswissenschaftlichen Fächern anzusehen ist.

Exkursion Waldlehrpfad

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