Nachwuchsförderung jetzt südwestfalenweit
Der Märkische Kreis hält an der Nachwuchsförderung im Rock/Pop-Musikbereich fest. Ein Burgrock-Festival auf der Burg Altena wird es allerdings nicht mehr geben. Mit den Stimmen von CDU und SPD sowie gegen das Votum von FDP, UWG und Bündnisgrüne bei Enthaltung der Linken nahm der Kulturausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 22. November, das neue Konzept der Kreisverwaltung zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, vorbehaltlich einer Landesförderung, mit der Umsetzung. Die Anträge beim Land seien bereits auf den Weg, so die Kreisverwaltung. Lediglich Hagen und der Märkische Kreis müssten ihre gleichlautenden Anträge bis Ende November noch aufeinander abstimmen.
Danach sollen in Südwestfalen mehrere Vorentscheide stattfinden, zwei im Märkischen Kreis. Die sechs Siegerbands qualifizieren sich dann für das Abschlusskonzert auf der Burg Altena. Gründe für die Neuausrichtung waren die zuletzt drastisch rückläufigen Besucherzahlen beim Burgrock-Festival, die Begrenzung der Besucherzahlen auf 1.200 sowie der fünfstelligen Zuschussbedarf für das Festival aus dem Kreishaushalt.
Auf Nachfrage erfuhren die Kreiskulturpolitiker, dass sich die Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe, der Hochsauerlandkreis sowie die Stadt Hagen gemeinsam mit dem Märkischen Kreis dem neuen Konzept anschließen wollen. "Vor Ort finden schon jetzt verschiedenste Festivals statt. Den Abschluss machen wir dann unter Federführung des Märkischen Kreises auf der Burg Altena", so Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper. Es sei allerdings durchaus möglich, dass in den Folgejahren ab 2013 die Entscheidungskonzerte auch in einem der jeweiligen Verbund-Kreise stattfinden.
Eine Kosteneinschätzung konnte wegen noch zu klärender Einzelheiten nicht gegeben werden. "Fest steht, eine Nachwuchsförderung im Rockbereich zum Nulltarif kann ich ihnen nicht versprechen", so Dienstel-Kümper.
Ein Konzept, so die Fraktionsvertreter von FDP und UWG, sei die Verwaltungsvorlage nicht. "Hätte, sollte, müsste, nur wage Überlegungen", so Axel Hoffmann (FDP). Das sei eine Beerdigung erster Klasse des Festivals. Reinhard Broich (UWG) hatte noch viele Fragen mit in die Sitzung gebracht, die beantwortet wurden. Er regte an, die Verwaltungsvorlage zurückzuziehen und dem Kulturausschuss ein echtes, neues Konzept vorzulegen. Geza Lang von Bündnis 90/Die Grünen schlug seinerzeits vor, am Burgrock-Festival so lange festzuhalten, bis eine adäquate Alternative aufgezeigt sein, dass es regelmäßig eine Rockveranstaltung zur Nachwuchsförderung auf der Burg Altena gebe. Alle Vorschläge von den kleinen Fraktionen wurden von der Ausschuss-Mehrheit von CDU und SPD verworfen.
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Das Burgrock-Team gratuliert der Band ganz herzlich!!!
Der Märkische Kreis fördert junge Rockmusikerinnen und -musiker aus der Region. Auf der Basis des 2009 erstellten Burgrock-Konzepts wurde das Angebot für die Nachwuchsbands erweitert. Das Projekt wurde im Rahmen der Regionalen Kulturpolitik vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel ist es, die heimische Musikszene und damit die regionale Kulturlandschaft attraktiver zu machen. Ein innovativer Baustein ist dabei der "MK-Rockpreis".
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