Einzigartiger Silberschild ist wieder zu Hause
In seiner Vitrine kommt er vor der roten Wand im Raum 25 der Dauerausstellung in den Museen des Märkischen Kreises auf der Burg Altena gut zur Geltung. Von den Deckenspots ins rechte Licht gerückt hat der 4,5 Kilogramm schwere und 60.000 Euro teure Silberschild einen würdigen Platz gefunden. Landrat Thomas Gemke und Bernd Falz, Vorsitzender der Freunde der Burg Altena, enthüllten das viele Jahrzehnte lang verschollene Kleinod am Dienstag, 21. Februar 2012, sichtlich zufrieden und ein wenig stolz, dieses Schmuckstück ab sofort der Öffentlichkeit präsentieren zu können.
Den Silberschild ließ die Belegschaft von Basse & Selve ihrem Firmenchef Gustav Selve 1897 zu dessen Silberhochzeit in der renommierten Silberschmiede Lazarus Posen Witwe anfertigen. Jetzt kehrte diese 67 Zentimeter hohe und 46 Zentimeter breite "blaue Mauritius der Industriekultur" zurück und wird dauerhaft in den Museen der Burg Altena gezeigt. "Von der blauen Mauritius gibt es mehrere, diesen Schild nur einmal", so Museumsleiter Stephan Sensen bei der öffentlichen Präsentation.
Mit großzügiger Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und der Freunde der Burg Altena gelang es, dieses wertvolle Objekt für 60.000 Euro vom Kunsthandel Bona in Blankenburg im Harz zu erwerben. Zuvor hatte es sich mehr als 30 Jahre lang im Besitz eines privaten Sammlers befunden. Auch die Vorbesitzer Marie Luise und Roberto Bona vom Kunsthandel Bona zeigten sich zufrieden darüber, dass der Silberschild jetzt quasi wieder in seine märkische Heimat zurückgekehrt ist und einen würdigen Platz in der Dauerausstellung auf der Burg Altena gefunden hat.
Der reich verzierte Schild ist ein in sich geschlossenes Meisterwerk des Historismus und aufwendig gearbeitet. Er wurde gegossen, getrieben, gewunden, in verschiedenen Techniken nachgearbeitet und teilweise vergoldet. Der Silberschild zitiert barocke Stilelemente und zeigt neben den von zwei Putten präsentierten Jubiläumsdaten, den Eheringen, einer Widmung, dem Spruch "Treue um Treue" und aufgesetzten Blättern auch Motive aus der Produktion und Handelstätigkeit des Konzerns: Handelsschiff, Anker, Hermesstab, Kontorbuch, Fabrik, Zahnrad, Gießvorgang, Welle, das Walzen eines Blechs, Hammer und Zange.
Gustav Selve (1842-1909) war vor dem Ersten Weltkrieg einer der bedeutendsten Industriellen Deutschlands. Sein metallverarbeitender Konzern Basse & Selve beschäftigte bis zu 3.500 Mitarbeiter. Ähnlich wie Krupp führte Selve früh betriebliche Sozialleistungen für seine Belegschaft ein und gilt als einer der Wegbereiter des Sozialversicherungswesens. Seine Mitarbeiter verehrten ihn sehr und zeigten dies unter anderem mit dem prunkvollen Silberschild. Nach dem Tode Selves stifteten sie auch das Gustav-Selve-Denkmal in Altena.
Den Silberschild ließ die Belegschaft von Basse & Selve ihrem Firmenchef Gustav Selve 1897 zu dessen Silberhochzeit in der renommierten Silberschmiede Lazarus Posen Witwe anfertigen. Jetzt kehrte diese 67 Zentimeter hohe und 46 Zentimeter breite "blaue Mauritius der Industriekultur" zurück und wird dauerhaft in den Museen der Burg Altena gezeigt. "Von der blauen Mauritius gibt es mehrere, diesen Schild nur einmal", so Museumsleiter Stephan Sensen bei der öffentlichen Präsentation.
Mit großzügiger Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und der Freunde der Burg Altena gelang es, dieses wertvolle Objekt für 60.000 Euro vom Kunsthandel Bona in Blankenburg im Harz zu erwerben. Zuvor hatte es sich mehr als 30 Jahre lang im Besitz eines privaten Sammlers befunden. Auch die Vorbesitzer Marie Luise und Roberto Bona vom Kunsthandel Bona zeigten sich zufrieden darüber, dass der Silberschild jetzt quasi wieder in seine märkische Heimat zurückgekehrt ist und einen würdigen Platz in der Dauerausstellung auf der Burg Altena gefunden hat.
Der reich verzierte Schild ist ein in sich geschlossenes Meisterwerk des Historismus und aufwendig gearbeitet. Er wurde gegossen, getrieben, gewunden, in verschiedenen Techniken nachgearbeitet und teilweise vergoldet. Der Silberschild zitiert barocke Stilelemente und zeigt neben den von zwei Putten präsentierten Jubiläumsdaten, den Eheringen, einer Widmung, dem Spruch "Treue um Treue" und aufgesetzten Blättern auch Motive aus der Produktion und Handelstätigkeit des Konzerns: Handelsschiff, Anker, Hermesstab, Kontorbuch, Fabrik, Zahnrad, Gießvorgang, Welle, das Walzen eines Blechs, Hammer und Zange.
Gustav Selve (1842-1909) war vor dem Ersten Weltkrieg einer der bedeutendsten Industriellen Deutschlands. Sein metallverarbeitender Konzern Basse & Selve beschäftigte bis zu 3.500 Mitarbeiter. Ähnlich wie Krupp führte Selve früh betriebliche Sozialleistungen für seine Belegschaft ein und gilt als einer der Wegbereiter des Sozialversicherungswesens. Seine Mitarbeiter verehrten ihn sehr und zeigten dies unter anderem mit dem prunkvollen Silberschild. Nach dem Tode Selves stifteten sie auch das Gustav-Selve-Denkmal in Altena.


