Kreis spart 60.000 Euro bei der Parkhaussanierung

Der Märkische Kreis spart bei der Parkhaussanierung am Kreishaus rund 60.000 Euro ein. Dies teilte Gebäudemanager Michael Brosch den Mitgliedern des Bau- und Straßenausschusses des Märkischen Kreises mit. Anstelle von großformatigen Betonplatten soll nun normaler Gussasphalt verbaut werden. Bei einem Vergleich der Baumaterialien hatte sich gezeigt, dass die Betonplatten empfindlicher auf Scher- und Schubkräfte sowie auf Drucklast reagieren als Gussasphalt. "Wir können nicht ausschließen, dass Fahrzeuge, die über der zulässigen Drucklast von 12 Tonnen liegen, die Fahrbahn befahren und die Betonplatten auf Dauer beschädigen", erklärte Michael Brosch.

 

Getreu dem Motto "Wir brauchen die Verwaltung nicht mit etwas beauftragen, was bereits seit Jahren gängige Praxis ist"  lehnte die Mehrheit des Bauausschusses - allerdings nach hitziger Debatte - den Antrag der Linken zur Vergabe öffentlicher Aufträge mehrheitlich ab. Die Linken forderten, im Rahmen der gesetzlichen Möglicheiten bei allen Ausschreibungen und freihändigen Vergaben zusätzliche Anforderugen zu stellen, die insbesondere soziale, umweltbezogene und innovative Aspekte betreffen. Die Verwaltung machte deutlich, diese Aspekte beispielsweise bei der Beschaffung erdgasbetriebener Dienstfahrzeuge, der Solarstromgewinnung auf Dächern kreiseigener Gebäude, dem Energiebezug oder der Verwendung bestimmter Wärmedämmungen bereits berücksichtigt zu haben. Der Klimaschutz gehört zum erklärten Handlungsschwerpunkt des Märkischen Kreises. Der Verzicht auf tropische Hölzer und die Bevorzugung von umweltfreundlichen Produkten in den Vergaberichtlinien gehen auf entsprechende Kreistags- bzw. Ausschussbeschlüsse zurück.

 

Die Vorlage der Kreisverwaltung zum Regionaleprojekt "Wir holen die Burg ans Lenneufer" in dem die Voraussetzungen für den Bau und den Betrieb eines unterirdischen Burgaufzug dargestellt werden, wurde auf Antrag der Fraktionen in den Kreisausschuss verschoben. Es bestand noch Beratungsbedarf. Bei der vorangegangenen Bereisung hatten die Mitglieder des Bau- und Straßenausschuss, Gelegenheit sich vor Ort über den Zustand der Kreisstraßen sowie über anstehende Baumaßnahmen zu informieren.