MK-Ausländerbehörde schließt Nebenstelle in Iserlohn

Künftig Sprechstunden im Mendener Rathaus

Der Fachdienst Aufenthaltsrecht und Integration des Märkischen Kreises gibt seine Nebenstelle im Kreishaus Iserlohn ab 01. Juni 2010 auf. Ein Mitarbeiter der Kreisausländerbehörde wird ab dem 4. Juni, jeweils freitags, in der Zeit von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr im Raum B 141 des Rathauses der Stadt Menden (1. Obergeschoss) Ansprechpartner für ausländerrechtliche Angelegenheiten der Asylbewerber und geduldeten Flüchtlinge aus den Städten Balve, Hemer und Menden sein. Dort werden nach Möglichkeit auch die erforderlichen ausländerrechtlichen Bescheinigungen für diesen Personenkreis ausgestellt. Darüber hinaus findet dort eine Beratung in ausländer- und asylrechtlichen Fragen statt. Die im Kreishaus Iserlohn frei werdenden Räume werden von der Kreispolizeibehörde übernommen, die dringenden Raumbedarf hat.

 

Bis Oktober 2001 hatte die Ausländerbehörde des Märkischen Kreises in Iserlohn eine selbständige Dienststelle für den nördlichen Märkischen Kreis. Die Stadt Iserlohn hat eine eigene Ausländerbehörde. Ab November erfolgte die Zusammenlegung der MK-Dienststellen Iserlohn und Lüdenscheid im Kreishaus Lüdenscheid. In Iserlohn verblieb eine Nebenstelle, die nur noch für folgende Aufgaben zuständig war:

 

·    Bearbeitung von Angelegenheiten der Asylbewerber und geduldeten Ausländer aus den Städten Balve, Hemer und Menden

·    Entgegennahme von Verpflichtungserklärungen

·    Allgemeine Beratung in ausländerrechtlichen Angelegenheiten einschließlich Entgegennahme von Anträgen

 

Die schwierige finanzielle Situation der Kommunen im Märkischen Kreis erfordert neue Denkansätze mit dem Blick auf Einsparungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang sind auch vertretbare organisatorische Veränderungen und Optimierungen zu bedenken. Zudem ist die Anzahl der Asylbewerber in den Städten Balve, Hemer und Menden sowie die der geduldeten Flüchtlinge zurückgegangen. Eine Geschäftsprozessanalyse hat zudem ergeben, dass eine Nebenstelle der Ausländerbehörde im Kreishaus Iserlohn aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr vertretbar ist. Alternativ war nach einer ortsnahen Lösung für Sprechstunden der Ausländerbehörde im nördlichen Kreisgebiet gesucht worden, die mit Hilfe des Bürgermeisters der Stadt Menden auch gefunden wurde.

 

Verpflichtungserklärungen nach dem Aufenthaltsgesetz für Besuchsaufenthalte können von den Gastgebern aus den Städten Balve, Hemer und Menden ab 1.06.2010 ortsnah nur noch im Bürgerbüro des Märkischen Kreises am Griesenbrauck in Iserlohn abgegeben werden.

 

Die Asylbewerber und geduldeten Flüchtlinge aus Altena, Nachrodt-Wiblingwerde und Plettenberg, die zuletzt auch im Kreishaus Iserlohn ihre Angelegenheiten regeln konnten, werden ab 1. Juni wieder im Kreishaus Lüdenscheid betreut.