Weniger Besucher auf Burg Altena

Sanierungsarbeiten und der Winter die Hauptgründe

Erstrahlt jetzt wieder in neuem Glanz: Burg Altena
Erstrahlt jetzt wieder in neuem Glanz: Burg Altena

Die Sanierungsarbeiten auf der Burg Altena forderten ihren Preis. Im vergangenen Jahr gingen die Besucherzahlen gegenüber dem Jahr zuvor von 61.438 um 7,8 Prozent auf 56.671 zurück. "Gemessen an den ungünstigen Begleitumständen ist dieser Rückgang aber als moderat zu bewerten", so Museumsleiter Stephan Sensen. Der dritte Bauabschnitt der Burgsanierung verwandelte die Wehranlage bis Ende Juli in eine Großbaustelle. Auch das weitgehende Fehlen eines gastronomischen Angebots für Museumsbesucher dürfte sich ausgewirkt haben, vermutet der Museumsleiter. Witterungsbedingte Aspekte, ein langer Winter 2008/09 und der frühe Wintereinbruch 2009/10, spielten ebenfalls eine Rolle.

 

Analog zum Besucherrückgang wurden auch die museumspädagogischen Programme und Führungen der Museen Burg Altena weniger nachgefragt. Es fanden 1.103 Führungen mit 14.845 Personen statt. Das sind 19,5 Prozent weniger als 2008. Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche lag mit 26,2 Prozent knapp unter dem Vorjahresniveau von 27,4 Prozent. Nach wie vor zählen die museumspädagogischen Programme der Museen des Märkischen Kreises zu den am intensivsten nachgefragten Angeboten aller Museen in Westfalen.

 

Deutsches Drahtmuseum

 

Weil das Deutsche Drahtmuseum vor allem über die Kombikarte an die Museen Burg Altena angebunden ist, wurden dort die Zahlen gleichermaßen beeinträchtigt. Mit 12.030 Besuchen hatte es 1.154 (8,7 Prozent) weniger als noch ein Jahr zuvor. Der Jahrestrend machte sich auch bei der Nachfrage der museumspädagogischen Programme und Führungen des Deutschen Drahtmuseums bemerkbar. Es fanden 113 Führungen mit 1.508 Personen statt. Das bedeutet einen Rückgang an Führungen um 22,1 Prozent gegenüber 2008. Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche sank auf 12,5 Prozent gegenüber 16,1 Prozent im Vorjahr

 

 

Luisenhütte Balve-Wocklum

 

Auch die Zahlen der Luisenhütte Wocklum sanken im Jahr 2009. 5.821 Besucher wurden gezählt. Das sind 1.950 oder 25,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies lag vor allem an dem überraschend schlecht besuchten zweiten Tag des Industriekultur-Festivals "Luise heizt ein" sowie daran, dass die neuen museumspädagogischen Angebote zunächst entwickelt werden mussten, ehe sie ab der nächsten Saison kommuniziert werden. Seit der Neueröffnung im Mai 2006 wurden 32.448 Besuche gezählt. Gegenüber der Ausgangssituation von 2003, dem letzten Jahr vor der Neukonzeption der Luisenhütte, lagen die Besuchszahlen von 2009 um 224 Prozent höher. 2009 fanden 97 Führungen mit 1.733 Personen statt. Das waren 20,5 Prozent Führungen weniger als 2008. Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche stieg von 27,3 Prozent auf 29,8 Prozent.

 

Die Einnahmen der Museen aus Eintrittsgeldern und Verkaufserlösen haben im Jahr 2009, korrespondierend zur Verringerung der Besuchszahlen, abgenommen. Die Summe fiel um 28.358 Euro (Minus 11,5 Prozent) auf 195.788 Euro.