MK-Tag für Minister Eckhard Uhlenberg

Einen ganzen Tag Zeit nahm sich Eckhard Uhlenberg, Minister  für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, für seine Stippvisite in den Märkischen Kreis. Ein Tag, der sich für ihn gelohnt haben dürfte. Uhlenberg trug sich ins Gästebuch des Kreises ein, nahm an der Fachbereichleiterkonferenz im Kreishaus teil, besuchte den landwirtschaftlichen Betrieb von Familie Schriever in Kierspe, informierte sich bei den Walzwerken Einsal über den Fortgang der Bauarbeiten dort, legte großen Wert auf die Informationen zum Klimaschutz der Verbraucherzentrale in Iserlohn und zeigte sich sichtlich angetan vom ehrenamtlichen Engagement der Verantwortlichen bei der Arche Noah in Menden.

Der Vertragsnaturschutz war das zentrale Thema von Minister Eckhard Uhlenberg beim Gespräch mit seinem "Berufskollegen" Fritz-Hermann Schriever in Kierspe. Uhlenberg hat einen Hof im Werler Ortsteil Büderich. Begleitet von Landrat Aloys Steppuhn und Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper blickte der Minister im wahrsten Sinne des Wortes in die Ställe des Kiersper Familienbetriebes. Dass die Landwirte für ihr Naturschutz-Engagement entsprechend entlohnt werden müssen, weil sie eine unverzichtbare Leistung für den Naturraum erbringen, war allen Beteiligten klar. Friedrich-Wilhelm Korspeter, Fachdienstleiter Naturschutz und Landschaftspflege beim Märkischen Kreis, berichtete von den überaus positiven Erfahrungen mit dem Vertragsnaturschutz. Der Kreis wolle die Verträge gerne verlängern. Minister Eckhard Uhlenberg kündigte an, dass bis zum Jahr 2013 Gelder im Landeshaushalt vorhanden sind.

Die letzte Station der MK-Rundreise: Die Arche Noah in Menden

Dass notwendige Erweiterungen und Investitionen von Industriebetrieben und Umweltschutz durchaus keine Widersprüche sind, erfuhr der Minister bei seinem Besuch der Walzwerke Einsal. Dank einer hervorragenden Zusammenarbeit aller zu beteiligenden Behörden ist der Weg frei gemacht worden für den Ausbau des Walzwerkes, in direkter Nachbarschaft eines FFH-Gebietes. Johannes Bayerschen, Fachdienstleiter Abfallwirtschaft, Bodenschutz und Wasserbau beim Kreis, konnte anhand der Schautafeln und Pläne im Firmen-Foyer dem Minister sogar mitteilten, dass der Lenne am Ende der Baumaßnahme sogar mehr Platz zurückgegeben wird, als genommen wurde.

Der Klimaschutz stand ganz im Mittelpunkt der dritten Station bei der Minister-Rundreise durch den Kreis. Bei der Verbraucherzentrale in Iserlohn mussten Eckhard Uhlenberg und Vize-Landrat Thomas Gemke gleich Hand anlegen. Sie erhöhten den Luftdruck an einem Autoreifen, das reduziert den CO²-Ausstoß des Wagens. Bei 50.000 Kilometern pro Jahr, die der Minister mit seinem Dienstfahrzeug unterwegs ist, bedeute dies eine Einsparung von 466 Kilogramm, erfuhr Uhlenberg. Sichtlich angetan war der Minister von den zahlreichen Aktivitäten der Verbraucherzentralen in Iserlohn und Lüdenscheid in Sachen Klimaschutz. Der Kreis unterstützt die Arbeit der Verbraucherzentrale, deshalb war auch der zuständige Fachbereichsleiter vom Kreis, Volker Schmidt, mit nach Iserlohn gekommen.

Was ehrenamtliches Engagement bewirken kann, er bei der letzten Station seiner MK-Rundreise bei der Arche Noah in Menden. Leiter Ulrich Hering informierte den NRW-Umweltminister, wie es gelang aus einem ehemaligen Freibad in drei Jahren ein Naturschutzzentrum zu gestalten. Trotz der finanziellen Förderung durch Land und Märkischer Kreis wäre das ohne den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer nicht gelungen. Dafür gab es vom Minister ein dickes Dankeschön, aber auch von Fritz Brunsmeier, der für den Kreis das Projekt über all die Jahre begleitete. Das "grüne Klassenzimmer", so Hering, werde von den Schulen sehr gut angenommen. Die "Archre Noah" beteiligt sich auch aktiv an der Landesgartenschau in Hemer im kommenden Jahr.