Landrat verteilt REGIONALE-Sterne

Fachdienstleiterin Dr. Annette Frenzke-Kulbach
Per Aufzug soll es demnächst aus der Stadt auf die Burg Altena gehen.

Die Projekte der REGIONALE in Südwestfalen nehmen konkrete Formen an. Bei der Sitzung des REGIONALE Ausschusses am Mittwoch, 8. Juli 2009, in Soest wurden die ersten 13 Projektideen offiziell auf den Weg gebracht. Der Märkische Kreis ist dabei mit gleich fünf Projekten vertreten. "Eine ganz tolle Bilanz. Wir sind sehr glücklich und  stolz", so Landrat Aloys Steppuhn in seiner ersten Reaktion. Er ließ es sich nach der Sitzung des Ausschusses nicht nehmen, mit der            REDIONALE-Beauftragten des Märkischen Kreises, Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, den Bürgermeistern von Iserlohn (Klaus Müller), Altena (Dr. Andreas Hollstein) und Lüdenscheid (Dieter Dzewas) die gute Nachricht persönlich zu überbringen. Mit dabei hatten Steppuhn und Dienstel-Kümper als äußeres Zeichen jeweils einen ersten großen "REGIONALE-Stern".

Das Lüdenscheider Projekt „415m über NN - DENKFABRIK", Bau eines neuen Technik orientierten Aus- und Weiterbildungsstandorts zur Stärkung der südwestfälischen Wirtschaft, sowie die Altenaer Bewerbung „Wir holen die Burg ans Lenneufer", die Burg wird mittels Aufzug mit der Innenstadt verbunden, wurden sogar zu Starterprojekten auserkoren. Iserlohn ist mit seinem Vorhaben „Südliche Innenstadt/Obere Mühle und Stadtumbau Genna" vertreten. Mit innovativen Maßnahmen kümmert sich die Stadt um zwei Problemviertel. Das Projekt soll Modellcharakter für weitere soziale Brennpunkte Südwestfalens entwickeln.

Und auch bei diesen in Soest auf den Weg gebrachten Projekten ist der Märkische Kreis entweder über die Wirtschaftsförderer oder die Kulturschaffenden mit im Boot:

 „Branchenkompetenzen Südwestfalen - Zukunft mit Industrie" Die erfolgreichen südwestfälischen Branchen werden enger miteinander verknüpft, Themen, die der Weiterentwicklung aller Kompetenzfelder dienen, gemeinsam weiter entwickelt. Hierzu wird der Technologie- und Wissenstransfer mit den Hochschulen und Instituten der Region deutlich verstärkt.

Feierten den ersten Stern für Lüdenscheid: (von links) Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, Landrat Aloys Steppuhn, Bürgermeister Dieter Dzewas und Giuseppina Giordano. Foto: Stadt Lüdenscheid

„WasserEisenLand - Industriekultur in Südwestfalen". Unter der Dachmarke „WasserEisenLand" wird die Industriekultur in Südwestfalen inhaltlich, kulturell und touristisch vernetzt, weiter entwickelt und vermarktet.

45 Projektvorschläge waren seit der Vorstellung der Arbeitsfelder der REGIONALE Anfang April bei der Südwestfalen Agentur in Olpe eingereicht worden. Die Ideen wurden gesichtet und in unterschiedlichen Gesprächsrunden diskutiert. 13 Projektideen nahmen die ersten Hürden und konnten zuerst im REGIONALE Beirat zur Beratung und dann dem REGIONALE Ausschuss zur Entscheidung vorgelegt werden. Dieser verlieh in seiner gestrigen Sitzung allen 13 Projekten den ersten Stern, nahm sie damit offiziell in den REGIONALE-Prozess auf. Darunter acht so genannte Starterprojekte, die Vorbildfunktion übernehmen und als Maßstab für die Auswahl weiterer Projekte dienen sollen.

„Dieser Stern", erklärt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, „kennzeichnet die herausragende konzeptionelle Idee des Projektantrages. Mit dem ersten Stern erhalten wir als Südwestfalen Agentur das Mandat, das jeweilige Projekt vertiefend zu betreuen. Dies umfasst Beratungsleistungen und eventuell auch die finanzielle Unterstützung für kleinere Vorgutachten."

 „Mich haben die Ideen begeistert", sagt Eva Irrgang, Landrätin des Kreises Soest und aktuelle Vorsitzende des REGIONALE Ausschusses. „Die Projekte zeigen deutlich, wie viel Potenzial und wie viel Kreativität in der Region steckt. Gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten begreifen wir die REGIONALE als Chance und gehen unsere Zukunft mit vereinten Kräften gemeinsam an!"

Trotz des Lobes: Bei den ersten Projektideen ist noch lange nicht klar, ob sie auch umgesetzt werden. Die Projektträger müssen jetzt Details zur Umsetzung und Finanzierung erarbeiten. Erst dann - mit der Verleihung eines zweiten Sterns - werden auch die Fördermöglichkeiten konkreter, bevor ein dritter Stern die Umsetzung besiegelt. Aber: Das ist keineswegs ein Selbstläufer. Projekte können auch Sterne verlieren, sollten sie sich nicht weiter entwickeln.

In dieser Phase setzt die Südwestfalen Agentur auf die Beteiligung möglichst vieler Menschen aus der Region. „Wir wollen im spannenden Prozess der Entwicklung eines Projekts wissen, was die Südwestfalen davon halten, ob sie Ideen beisteuern können. Jeder ist aufgerufen, mitzumachen und mitzudenken", sagt Dirk Glaser. Eine Beteiligung an der REGIONALE in Südwestfalen ist natürlich auch noch mit neuen, eigenen Projektideen möglich. Halbjährlich wird der REGIONALE Ausschuss über die Aufnahme neuer Projektvorschläge beraten.

Die Ein-Stern-Projektideen aus dem Märkischen Kreis auf einen Blick

Lüdenscheid: „415m über NN - DENKFABRIK" (Starterprojekt)
Bau eines neuen Technik orientierten Aus- und Weiterbildungsstandorts zur Stärkung der südwestfälischen Wirtschaft.

Altena: „Wir holen die Burg ans Lenneufer" (Starterprojekt)
Die Burg wird mittels Aufzug mit der Innenstadt verbunden.

Iserlohn: „Südliche Innenstadt/Obere Mühle und Stadtumbau Genna"
Mit innovativen Maßnahmen kümmert sich die Stadt um zwei Problemviertel. Das Projekt soll Modellcharakter für weitere soziale Brennpunkte Südwestfalens entwickeln.

Südwestfalen: „Branchenkompetenzen Südwestfalen - Zukunft mit Industrie"
Die erfolgreichen südwestfälischen Branchen werden enger miteinander verknüpft, Themen, die der Weiterentwicklung aller Kompetenzfelder dienen, gemeinsam weiter entwickelt. Hierzu wird der Technologie- und Wissenstransfer mit den Hochschulen und Instituten der Region deutlich verstärkt.

Südwestfalen: „WasserEisenLand - Industriekultur in Südwestfalen"
Unter der Dachmarke „WasserEisenLand" wird die Industriekultur in Südwestfalen inhaltlich, kulturell und touristisch vernetzt, weiter entwickelt und vermarktet.

Eine komplette Liste, eine vollständige Beschreibung aller Projekte und Fotos unter www.suedwestfalen.com.