Luise heizte mächtig ein
1.500 Besucher neuer Samstags-Rekord
Es zischte, fauchte, sprühte und blitzte. Das vierte Festival "Luise heizt ein", das in den Festivalverbund "Feuer & Wasser - Live in den Fabrikskes" eingebunden ist, machte seinem Namen wieder alle Ehre. Und die Besucherzahl von mehr als 1.500 an der Luisenhütte in Balve-Wocklum sorgte zudem bei den beteiligten Künstlern und den Organisatoren für durchweg zufriedene Gesichter. "Es ist die bisher größte Gästezahl, die wir an dem Samstagabend hatten", zog Martina Kretschmer, Fachdienstleiterin Kultur beim Märkischen Kreis, erfreut Bilanz. Der Sonntag war dagegen schwächer besucht.
"Luise elementar" war in diesem Jahr das Motto, das der Lüdenscheider Lichtkünstler Tom Groll und Billie Erlenkamp aus Oberhausen mit ihren Helfern hervorragend umsetzten. Ihre Licht- und Kunstinstallationen in der Luisenhütte verzauberten die Besucher mit Licht, Hitze, Dampf, Wind und Geräuschen. Die künstlerische Gesamtinszenierung von Billie Erlenkamp und Tom Groll führte zurück zu den Anfängen der Eisen- und Stahlerzeugung und machte die elementare Kraft des historischen Ortes hautnah erlebbar. Für das Festival hatten Tom Groll und Billie Erlenkamp einige Räume der alten Hochofenanlage neu in Szene gesetzt.
Um das museale Erlebnis für die Besucher noch greifbarer zu machen, wurden unter anderem in der Abstichhalle und auf dem Möllerboden Wärmelampen, Nebel- und Windmaschinen installiert. Mit farbiger Folie auf den Fenstern entstand ein völlig neues Innenbild der Gießhalle, und eine Wasserprojektion im Gebläsehaus sorgte für "gefühlte" Kühle nach der Hitze in den anderen Räumen. Durch markante Klangelemente wurden alle Eindrücke noch verstärkt. Dumpfe Bässe wummerten durch das Denkmal von nationaler Bedeutung. Der helle Klang von Wassertropfen erinnerte an einen verwunschenen Ort. Eindrucksvolle Schauspieleinlagen, Klanginstallationen sowie Feuer-Workshops brachten den großen und kleinen Besuchern die ehemaligen Prozesse der Verhüttung näher.
Für Knalleffekte sorge der Nürnberger Feuerkünstler Sam. Seine Pyroshow am Samstagabend versetzte die Besucher ins Staunen. Er ließ Fackeln und brennende Stäbe kreisen, zauberte Funken an den Himmel und kletterte im Asbestanzug durch das heiße Element. Als Luise mit knallroten Haaren verzauberte die Essener Sängerin Veronika Varuhn mit ihrem Theater Zebula Jung und Alt und die Marching Band Tohuwabohu unterhielt die Gäste mit schmissigen Rhythmen.
Abgerundet wurde das Programm durch die museumspädagogischen Angebote der Museen des Märkischen Kreises.
Die Luisenhütte ist täglich außer montags in der Zeit von 9.30 bis 17.00 Uhr, bzw. samstags und sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier


