Einheitlicher Entwicklungstest im Kinder- und Jugendärztlichen Dienst

Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Märkischen Kreises bedient sich seit Januar eines einheitlichen Entwicklungstest, um den frühen Förderbedarf bei Klein- und Vorschulkindern zu ermitteln. Der Entwicklungstest ET6-6 ermöglicht eine differenzierte Orientierung über ein breites Spektrum kindlicher Entwicklung in den Bereichen Körpermotorik, Visuomotorik, Wahrnehmung, Sprache, kognitive Entwicklung, Sozialentwicklung, emotionale Entwicklung und lebenspraktische Fähigkeiten. Er eignet sich für die Untersuchung von Kindern zwischen 6 Monaten bis 6 Jahren. Vorher wendete jede Ärztin, jeder Arzt ihr/sein eigenes Testverfahren an. Zur Qualitätsverbesserung der frühen Hilfen im Rahmen des mittelfristigen Entwicklungsziels "Gesundheit" des Märkischen Kreises wurde dieses einheitliche und umfassende Verfahren eingeführt. Es erleichtert die Nachvollziehbarkeit und Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Der Jugendärztliche Dienst will die sehr konkreten Testergebnisse in seine Gutachten für die Frühförderstellen und Sonderkindergärten einfließen lassen.

Für die Fortbildung der Ärztinnen und des Arztes gelang es Fachdienstleiterin Andrea Götz einen der Schöpfer des Entwicklungstests ET6-6, Dipl. Psych. Thorsten Macha zu gewinnen. Um die Kosten zu reduzieren, organisierte sie mit Andreas Möning, Leiter des katholischen Jugend und Familiendienstes "AufWind" eine Gemeinschaftsveranstaltung in Olpe. Die Fortbildung umfasste neben einem theoretischen auch einen praktischen Teil. In einem Rollenspiel wurde eine Testsituation mit einem vierjährigen Kind nachgestellt. Den Part der Vierjährigen übernahm die Schulärztin Bettina Piotrowski von der Nebenstelle Kierspe ,Meinerzhagen. Es wurde deutlich, dass der Test mit mindestens einer Stunde sehr zeitaufwändig aber auch sehr aufschlussreich ist.

Weitere Informationen finden Sie hier